DGB feiert Fest der Solidarität und ruft zur Bundestagswahl auf

  • 21.09.2021
  • News

Das Solidaritätsfest im hannoverschen Gewerkschaftsviertel „Keinen Schritt zurück“ im Rahmen des DGB-Frauenaktionstages fand acht Tage vor der Bundestagswahl statt. Zu dem Fest waren nicht nur die Bürger*innen, Gewerkschafter*innen, sondern auch die politischen Vertreter*innen geladen.

Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall

Ute Gottschaar, stellv. Landesbezirksleiterin ver.di Landesbezirk Niedersachsen-Bremen

Bühne v.l.n.r. Jana Sündermann (DGB-Regionssekretärin), Torsten Hannig (DGB-Regionsgeschäftsführer Niedersachsen-Mitte), Nicola Lopopolo (DGB-Stadtverbandsvorsitzender), Imke Hennemann-Kreikenbohm (DGB-Regionssekretärin), Nicole Bremer (DGB-Bezirk Organisationssekretärin)

„Denn es geht um viel, um den Zusammenhalt unserer Gesellschaft, Geschlechtergerechtigkeit, Chancengleichheit und unsere Demokratie in Deutschland und Europa, um unsere Arbeitswelt der Zukunft an einem starken Industrie- und Dienstleistungsstandort, um einen solidarischen Sozialstaat mit einer guten Alterssicherung für alle Generationen, um Investitionen für ein gutes Leben und um die Klimaziele zu erreichen“, so der Stadtverbandsvorsitzende Nicola Lopopolo in seiner Begrüßungsrede.

 

Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall, sagte in ihrer Rede: „Bei der Wahl übernächsten Sonntag geht es um entscheidende Weichenstellungen. Nicht nur für Arbeitsplätze und Klimawandel. Die Corona-Krise hat viele positive Entwicklungen für Frauen zurück katapultiert. Die nächste Bundesregierung muss deshalb deutliche Schritte in Richtung Gleichstellung gehen. Arbeit und Leben müssen besser vereinbar und die Entgeltlücke geschlossen werden. Und Frauen und Männer brauchen die gleichen beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten.“

 

Ute Gottschaar, stellv. Landesbezirksleiterin des ver.di Landesbezirks Niedersachsen-Bremen machte in Rede deutlich, Gesundheit ist keine Ware. Wir kommen alle in die Situation und brauchen menschenwürdige Pflege. Jeder Mensch hat das Recht auf eine gute Gesundheitsversorgung. Notwendig dafür ist, eine bessere Bezahlung und ein Gesundheitssystem, das sich am Bedarf orientiert.“

 

Die Vertreter der Gewerkschaftsjugend Kory Korkmaz (IGM-Jugend) und Florian Urban (junge NGG) machten auf die aktuellen Probleme in der Ausbildung aufmerksam. Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe hat schon vor Corona abgenommen, dieser Trend verstärkt sich nunmehr durch die Krise. Sie forderten eine Ausbildungsplatzgarantie, die nicht nur die Zukunft der jungen Menschen, sondern auch die Fachkräfte der Zukunft sichere.

 

In seiner Rede forderte Michael Linnartz, Bezirksleiter der IG BCE Bezirk Hannover, mehr Investitionen in die Erneuerbaren Energien, um das Land Niedersachsen zukunftsfest aufzustellen. Deutschland muss Industrieland bleiben und da geht es nicht um Beschäftigungsabbau, sondern um einen Umbau im Rahmen der Transformation. „Der Umbau muss hier passieren“, so Linnartz.

 

Lena Melcher, Geschäftsführerin der NGG, stellte die Frage, welche Lehren wir aus der Krise gezogen haben, denn den Fachkräftemangel im Gaststättengewerbe gab schon vor der Krise. Die Corona-Kreise zeigt uns, wie wichtig Sicherheiten durch sozialpflichtige Jobs sind. Denn nur so gibt es eine soziale Sicherheit in der Rente und in der Arbeitslosenversicherung.

 

Der DGB nutzte die Öffentlichkeit auf dem Fest der Solidarität und gratulierte dem Stadtverbandsvorsitzenden Nicola Lopopolo zu seinem 60. Geburtstag.

 

(Pressemitteilung der DGB-Region Niedersachsen-Mitte)