Elektrohandwerk

Mit rund 6.000 Betrieben und mehr als 50.000 Beschäftigten ist das Elektrohandwerk eine der größten Handwerksbranchen im Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

 

Die Arbeitgeber des Elektrohandwerks verweigern ihren Beschäftigten allerdings gute Tarifverträge. Seit Jahren schließen die Landesinnungsverbände für Elektro- und Informationstechnik Niedersachsen/ Bremen und im Land Sachsen-Anhalt Dumpingverträge mit der "Christlichen Gewerkschaft Metall" (CGM) ab. Diese hat jedoch in den Betrieben der Elektrohandwerke so gut wie keine nachweisbaren Mitglieder. In anderen Branchen wurde der CGM wegen fehlender Mitglieder in den Betrieben bereits vom Bundesarbeitsgericht die „Tariffähigkeit“ aberkannt. In der Folge wurden ihre sogenannten Tarifverträge als unwirksam erklärt.

 

Dumpingverträge und in der Folge schlechte Arbeitsbedingungen

Diese Dumpingverträge führen in der Folge zu deutlich schlechteren Arbeitsbedingungen als in den Tarifverträgen der IG Metall. So muss ein Beschäftigter dank der CGM im Elektrohandwerk zum Beispiel 40, statt 36 Stunden in der Woche arbeiten. 30 Tage Urlaub muss sich durch Lohnverzicht „erkauft“ werden. Auszubildende erhalten sogar grundsätzlich nur 27 Tage Urlaub im Jahr. Vermögenswirksame Leistungen gibt es gar nicht und Sonderzahlungen können aufgrund von krankheitsbedingten Fehltagen anteilig gekürzt werden.

 

In Sachsen-Anhalt hatte es 2011 erstmals wieder Kontakte mit der Landesinnung gegeben. Die Zusage ab 2013 wieder ins "Tarifgeschäft" mit der IG Metall einzusteigen wurde allerdings vom Landesinnungsverband nicht eingehalten. Es werden weiterhin Gefälligkeitstarife mit der "CGM" vereinbart.

 

Die Forderung der IG Metall

Die IG Metall fordert die Arbeitgeber daher weiterhin auf, endlich wieder Tarifverträge mit der IG Metall abzuschließen! Nur eine durchsetzungsfähige und starke Gewerkschaft kann die besten Bedingungen für die Beschäftigten erstreiten. Dabei gilt jedoch, dass wir nicht immer das bekommen was wir wollen, sondern was wir in der Lage sind zu erstreiten!
 

Was kann jeder Einzelne dafür tun?

Wir wollen die Landesinnungsverbände wieder an einen gemeinsamen Verhandlungstisch mit der IG Metall bringen. Für gute und faire Arbeitsbedingungen. Je mehr engagierte Mitglieder wir in den Betrieben der Elektrohandwerke haben, umso stärker und durchsetzungsfähiger sind wir. Mitglied der IG Metall zu sein, ist dabei der erste und wichtigste Schritt! www.igmetall.de/beitreten 
 

Bundesweite Mindestlöhne
Seit 01.01.2021 gilt für Deutschland in den Elektrohandwerken ein Mindestentgelt von 12,40 Euro. Ab Januar 2022 steigt das Mindestentgelt dann auf 12,90 Euro, ab Januar 2023 auf 13,40 Euro und ab Januar 2024 auf 13,95 Euro. Mitglieder der IG Metall können diesen Tarifvertrag übrall bei der örtlichen Geschäftsstelle der IG Metall erhalten.

 

 

Aktuelle Meldungen: Elektrohandwerk

Elektrohandwerk in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt

Tarifabschluss bei der OMEXOM GA Nord GmbH

  • 13.12.2020
  • Elektrohandwerk

Am 7. Dezember 2020 konnte bei der OMEXOM GA Nord GmbH ein Tarifergebnis erzielt werden. Die OMEXOM GA Nord GmbH ist im Bereich der Wartung und Instandhaltung von Energie-Infrastrukturanlagen, von Stromversorgungs- und Kabelnetzen, sowie Energiezentralen und Beleuchtungsanlagen in ganz Norddeutschland unterwegs. Derzeit sind dort 320 Kolleginnen und Kollegen vor allem auf Montagebaustellen beschäftigt.

mehr...

Foto: WavebreakmediaMicro/panthermedia.net

Tarifabschluss

Elektrohandwerke: Mindestentgelte steigen 2020 um 4,4 Prozent

  • 02.05.2019
  • Elektrohandwerk

- Entgeltniveau liegt deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn - Abschluss sichert Teilhabe an der guten wirtschaftlichen Entwicklung - Tarifvertrag soll allgemeinverbindlich werden

mehr...