Elektrohandwerk

© PantherMedia / Rupert Trischberger

Mit rund 6.000 Betrieben und mehr als 50.000 Beschäftigten ist das Elektrohandwerk eine der größten Handwerksbranchen im Bezirk. Mitte 2010 einigten sich IG Metall und der Zentralverband Elektrotechnische Handwerke (ZVEH) auf einen neuen Vertrag über Mindestentgelte in der Elektromontage, den die Bundesregierung bis Ende 2013 für allgemeinverbindlich erklärt hat.

 

In den von der IG Metall vertretenen Handwerksbereichen sind die Arbeitgeber des Elektrohandwerks die einzigen die ihren Beschäftigten gute Tarifverträge vorenthalten. Sie schließen Dumpingverträge mit einer skurilen Organisation ab, die überhaupt keine Mitglieder im Elektrohandwerk hat. Dabei handelt es sich um die sog. "christliche Gewerkschaft" CGM. Damit haben die Beschäftigten deutlich schlechtere Bedingungen als andere Handwerker. So muss ein Beschäftigter im Elektrohandwerk 40 Stunden in der Woche arbeiten und erhält kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Hinzu kommt, dass die CGM die niedrigsten Ausbildungsvergütungen im gesamten Handwerksbereich vereinbart hat.

Niedersachsen und Sachsen-Anhalt
Seit Januar 2017 gelten für Niedersachsen Mindestentgelte von mindestens 10,65 Euro und in Sachsen-Anhalt von 10,40 Euro. In Sachsen-Anhalt hatte es 2011 erstmals wieder Kontakte mit der Landesinnung gegeben. Die Zusage ab 2013 wieder ins "Tarifgeschäft" mit der IG Metall einzusteigen wurde allerdings von den Landesinnungsverbänden nicht eingehalten. Es werden weiterhin Gefälligkeitstarife mit der "CGM" vereinbart.

Die IG Metall fordert die Arbeitgeber auf, endlich wieder Tarifverträge mit der IG Metall abzuschließen!

Folgender Vertrag für das Elektrohandwerk ist verfügbar:

  • Mindestentgelt im Elektrohandwerk

Mitglieder der IG Metall können den Vertrag übrall bei der örtlichen Geschäftsstelle der IG Metall erhalten.


 

Internetseite: Aktive im Elektrohandwerk

www.wir-schalten-uns-ein.de

 

 

 

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