Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr (IAV)

IAV: Erste Tarifverhandlung endet mit Eklat

  • 30.05.2016
  • News, Tarif, Presseinfos, Volkswagen

Hannover/Gifhorn – Die erste Tarifverhandlung für die rund 6.000 Beschäftigten der Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr (IAV) endete am vergangenen Freitag mit einem Eklat. Die Arbeitgeberseite verweigerte ein Angebot und forderte Einschnitte bei den Einstiegsgehältern, um die Rendite zu erhöhen. Zudem beabsichtigt das Management des Ingenieurdienstleisters deutliche Verschlechterungen bei den tarifvertraglich abgesicherten Höherstufungen der Beschäftigten durchsetzen. Das soll nach Auffassung der IAV-Vertreter für alle zukünftigen Einstellungen gelten.

IG Metall-Verhandlungsführer Thilo Reusch wies die Forderungen der IAV empört zurück. „Seit drei Monaten ist der Entgelttarifvertrag ausgelaufen. Seit drei Monaten kennt das Management die Forderung der IG Metall von 5 Prozent mehr Geld für 12 Monate. Dennoch ist das Management untätig geblieben und verweigert bis heute ein Angebot. Volkswagen und die Fläche haben diese Zeit für einen Tarifabschluss mit der IG Metall genutzt. Sollte das Management der IAV bis zur zweiten Verhandlung am 10. Juni nicht einlenken, droht ein massiver Konflikt mit den Metallerinnen und Metallern,“ kündigte Reusch an. 

Das Geschäftsmodell der IAV basiert auf der hohen Qualität ihrer Dienstleistungen und der hochqualifizierten Belegschaft. Dies mit deutlich verschlechterten Tarifbedingungen aufs Spiel zu setzen, sei unverantwortlich, so Reusch. Darunter leide die Attraktivität des Unternehmens. „Ingenieurinnen und Ingenieure achten sehr genau auf gute Arbeits- und Leistungsbedingungen. Sollte das zukünftig bei der IAV nicht mehr gelten, wandern sie zu anderen Unternehmen der Branche oder zu den Automobilherstellern ab. Top-Qualität gibt es nur mit anständigen Arbeits- und Leistungsbedingungen,“ betonte der IG Metall-Verhandlungsführer. 

Die Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr (IAV) beschäftigt über 6.000 Menschen an den Entwicklungszentren in Berlin, Gifhorn und Chemnitz/Stollberg, sowie an vielen weiteren Standorten in Deutschland, unter anderem in Ingolstadt, München und Ludwigsburg, aber auch in anderen Teilen Europas, in Asien sowie Nord- und Südamerika.

 

Die IG Metall fordert in der laufenden Tarifrunde für die IAV-Beschäftigten eine Entgelterhöhung von 5 Prozent mehr Geld für 12 Monate. Die zweite Tarifverhandlung findet am 10. Juni statt.

 

(Presseinformation Nr. 69/2016)

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