Tarifergebnis für die Beschäftigten von Sitech

Flugblatt für die Beschäftigten von Sitech Sitztechnik

  • 28.07.2020
  • News, Volkswagen

Wolfsburg/Emden - Die Verhandlungskommissionen von IG Metall und Sitech Sitztechnik GmbH haben am 22. Juli ein Verhandlungsergebnis erzielt: Es ist eine Reaktion auf die Herausforderungen der Corona-Krise und soll einen Beitrag zur Sicherung der Arbeitsplätze der rund 2.300 Kolleginnen und Kollegen leisten. Gleichzeitig wurden Neuerungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen durchgesetzt. Die Mitglieder der IG Metall-Tarifkommission haben in einer schwierigen Zeit Verantwortung übernommen und das Gesamtpaket am 23. Juli einstimmig bewilligt.

Noch in diesem Jahr werden die Diskussionen über eine angemessene Erhöhung der Entgelte unserer Kolleginnen und Kollegen unter dann hoffentlich besseren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder aufgenommen. Die Entgelttarifverträge wurden jetzt – wie in der gesamten Metall- und Elektroindustrie und bei Volkswagen – bis zum Jahresende verlängert, die bestehenden Entgelttabellen gelten bis zum 31. Dezember 2020 unverändert weiter.


Somit werden wir zeitgleich zur Metall- und Elektroindustrie sowie zu Volkswagen in die nächste Tarifrunde starten und dann unseren Forderungen gemeinsam Nachdruck verleihen.

 

Neben der Verschiebung der Entgeltrunde um 8 Monate enthält das Ergebnis einige zukunftsweisende Neuerungen, die in den Verhandlungen durchgesetzt werden konnten. Diese Verbesserungen betreffen einerseits ein neues »Lebensphasenorientiertes Wertguthabenkonto« sowie die zukünftige Gestaltung des persönlichen »Leistungsbeurteilungsbonus«.


Andererseits reagiert die IG Metall auf Anforderungen, die sich unmittelbar aus der Corona-Krise ergeben. So wurden die tariflichen Regelungen zu den Freistellungszeiten bei Kindererziehung und Pflege dauerhaft verbessert. Zusätzlich soll es eine Aufzahlung des Unternehmens für Eltern geben, die bei Kita- oder Schulschließung nach dem Infektionsschutzgesetz einen staatlichen Entschädigungsanspruch haben.


Und schließlich wurde die Möglichkeit geschaffen, beim »Mobilen Arbeiten« unter bestimmten Voraussetzungen die Ruhezeit von 11 auf 9 Stunden zu verkürzen.