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Gespräche zur Angleichung der Arbeitsbedingungen in Ost und West haben begonnen

  • 04.04.2019
  • News, Textil

Der erste Schritt auf dem Weg zur Angleichung der tariflichen Arbeitsbedingungen zwischen Ost und West ist gemacht. Am 28. März fand das erste Gespräch zwischen IG Metall und Arbeitgeberverband in Frankfurt am Main statt.

Beim ersten Gespräch am 28. März hat die IG Metall den Arbeitgebern unmissverständlich klargemacht, dass das Ziel der kommenden Gespräche die weitere Angleichung der Tarifverträge Ost/West und eine dauerhafte und verbindliche Lösung zur 37-Stunden-Woche für alle sein muss.

Geregelt ist die Arbeitszeit im Tarifvertrag zur Sicherung und Förderung der Beschäftigung, der vor einigen Jahren vereinbart wurde. Dieser hat die Arbeitszeit im gesamten Tarifgebiet auf 38 Stunden festgelegt. Mit Ablauf dieses Tarifvertrags zur nächsten Tarifrunde gilt wieder die alte Regelung. Danach müssten die Kolleginnen und Kollegen im Osten wieder 39 Stunden arbeiten, zwei Stunden mehr als die Beschäftigten im Westen, für die dann wieder die 37-Stunden-Woche gilt.

Die Angleichung Ost/West ist längst überfällig. In der letzten Tarifrunde konnte die IG Metall eine überproportionale Erhöhung für die Kolleginnen und Kollegen im Osten erreichen und damit ein gutes Zeichen setzen. Das Thema ist damit jedoch noch lange nicht geklärt.


Unterschiedliche Arbeitsbedingungen und Arbeitszeiten in Ost und West sind 30 Jahre nach dem Mauerfall mit nichts mehr zu rechtfertigen. Deshalb gibt es für die IG Metall nur eine Lösung: Angleichung der Tarifverträge Ost/West und die 37-Stunden-Woche für alle.

Für die kommenden Monate sind mehrere Gesprächstermine zwischen den Tarifparteien vereinbart worden, mit dem Ziel eine Angleichung der Arbeitsbedingungen zwischen Ost und West zu finden.