Sachsen-Anhalt: Warnstreiks im Kfz-Handwerk

  • 04.06.2019
  • News, Presseinfos, Kfz-Handwerk

Hannover/Magdeburg – Die IG Metall hat die Beschäftigten des Kfz-Handwerks in Sachsen-Anhalt heute zum Warnstreik aufgerufen, nachdem die Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft Mitteldeutsches Kraftfahrzeuggewerbe zu keiner Einigung geführt haben. Die Arbeitgeber haben bislang noch nicht einmal ein Angebot vorgelegt.

An mehreren Standorten fanden heute Aktionen statt: bei S&G Automobile, bei Stern Auto Center Magdeburg und an gleich mehreren Niederlassungen von MAN legten die Beschäftigten vorübergehend ihre Arbeit nieder, um auf ihre berechtigten Forderungen aufmerksam zu machen.

 

Die 16.000 Beschäftigten in den 1.500 Betrieben des Kfz-Handwerks in Sachsen-Anhalt fordern neben fünf Prozent mehr Entgelt vor allem die Anhebung des Jahresurlaubs auf 30 Tage. Außerdem sollen verbindliche Gespräche über die Angleichung an das westdeutsche Tarifniveau geführt werden.

 

„Drei Jahrzehnte nach der Deutschen Einheit gibt es immer noch Unterschiede beim Gehalt von über 10 Prozent“, stellt Verhandlungsführer Markus Wente von der Bezirksleitung Niedersachsen und Sachsen-Anhalt fest, „die Arbeitgeber sabotieren mit ihrer Haltung die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Ost und West.“

 

Die IG Metall plant zusätzliche Warnstreiks im Kfz-Handwerk Sachsen-Anhalt.

 

(Presseinformation Nr. 18/2019)