Tarifverhandlung Metall- und Elektroindustrie

Dritte Tarifverhandlung der Metall- und Elektroindustrie Niedersachsen begleitet von Demonstration und lautstarker Kundgebung – kaum erkennbare Bewegung der Arbeitgeber

  • 16.01.2018
  • News, Presseinfos, Tarif, Metall & Elektro, Bildergalerie

Hannover – Die dritte Verhandlung für die Beschäftigten der niedersächsischen Metall- und Elektroindustrie ist ohne Ergebnis vertagt worden. Der heutige Termin im Hotel Wienecke wurde begleitet von einer Kundgebung mit rund 600 Teilnehmern. In einem Demonstrationszug zogen die Beschäftigten vor das Verhandlungslokal und machten lautstark auf ihre Forderungen aufmerksam.

Kundgebung vor dem Verhandlungslokal. Im Vordergrund: Thorsten Gröger, IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer. Fotograf: Heiko Stumpe.

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Geld und den Anspruch für alle Beschäftigten, ihre Arbeitszeit vorübergehend für bis zu 24 Monate auf bis zu 28 Stunden reduzieren zu können, verbunden mit einem Rückkehrrecht zur 35-Stunden-Woche, einem Entgeltzuschuss für Beschäftigte mit zu pflegenden Angehörigen und Kindern unter 14 Jahren sowie für Beschäftigte in Schichtarbeit und anderen belasteten Arbeitszeitmodellen. In der zweiten Verhandlungsrunde Anfang Dezember vergangenen Jahres boten die Arbeitgeber eine Entgelterhöhung um lediglich zwei Prozent, geknüpft an die Bedingung, dass die Arbeitszeit umfassend ausgeweitet wird.

 

Thorsten Gröger, Verhandlungsführer für die Metall- und Elektroindustrie Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, kommentiert die heutige Verhandlung: „Die Arbeitgeber haben heute zwar angedeutet, dass sie an einer Lösung interessiert sind. Ein deutliches Ende ihrer Blockadehaltung war allerdings nicht zu erkennen: beim Entgelt gab es keine Nachbesserung, über Entgeltzuschüsse wollten sie gar nicht erst sprechen. Allenfalls eine Bewegung im kaum wahrnehmbaren Nanobereich. Wir sind überzeugt davon, dass Arbeitszeiten, die zum Leben passen, die Attraktivität der Branche im Wettbewerb um Fachkräfte erhöhen. Sollte dennoch ein Anspruch auf kurze Vollzeit zu einer Reduzierung des Arbeitsvolumens führen, sind wir selbstverständlich bereit, darüber zu reden, wer die Arbeit macht. Zuvor müssen die Arbeitgeber aber bereit sein, über diesen Anspruch ernsthaft zu verhandeln. So lange die Arbeitgeber sich nicht deutlich bewegen, und zwar in allen Punkten der Forderung, fahren wir unvermindert mit den Warnstreiks fort.“

 

In Sachsen-Anhalt werden die Verhandlungen am 19. Januar in Magdeburg fortgesetzt, im Tarifgebiet Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim finden die Verhandlungen am 22. Januar in Osnabrück statt.

 

(Presseinformation Nr. 13/2018)

 

Weitere Informationen siehe Flugblatt:

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