Tarifabschluss im Kfz-Handwerk Sachsen-Anhalt

Beschäftigte erhalten mehr Geld und mehr freie Zeit

  • 27.06.2019
  • News, Presseinfos, Tarif, Handwerk, Kfz-Handwerk

Möckern – Die IG Metall und die Tarifgemeinschaft Mitteldeutsches Kraftfahrzeuggewerbe im Land Sachsen-Anhalt haben in der zweiten Tarifverhandlung am gestrigen Mittwoch ein Tarifergebnis erzielt. Die Beschäftigten in den tarifgebundenen Autohäusern erhalten mehr Geld, sowie einen zusätzlichen Tag Urlaub: Ab Juli dieses Jahres steigen die Entgelte um 2,7 Prozent und ab Juli 2020 um weitere 2,6 Prozent. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten in zwei Stufen insgesamt 270 Euro als Sonderzahlungen. Darüber hinaus haben die Tarifvertragsparteien die Ausbildungsvergütungen für das Kfz-Handwerk in zwei Schritten um jeweils 50 Euro angehoben.

Warnstreik bei MAN (Foto: IG Metall)

Die Beschäftigten erhalten ab 2020 einen Tag bezahlten Urlaub zusätzlich. Bislang galten in Sachsen-Anhalt noch 29 Tage bezahlter Urlaub. Auszubildende sind ab sofort vor der schriftlichen Gesellenprüfung Teil 1 und Teil 2 einen Tag bezahlt freizustellen.

 

IG Metall-Verhandlungsführer Markus Wente zeigte sich mit dem erzielten Tarifergebnis sehr zufrieden: „Die Beschäftigten in den Betrieben haben in den vergangenen Wochen mit zahlreichen Aktionen und Warnstreiks ihre Forderung untermauert und zu diesem Tarifergebnis aktiv beigetragen. Mit dem zusätzlichen Tag Urlaub schließen wir eine lange herrschende Gerechtigkeitslücke mitten in Deutschland.“

 

Die Laufzeit des Tarifvertrages endet zum 31. Mai 2021.

 

(Presseinformation Nr. 28/2019)