Volkswagen Vertriebsbetreuungsgesellschaft (VW VG)

IG Metall setzt ihr gestecktes Ziel durch: Einheitliche Tarifbedingungen für alle Beschäftigten

  • 18.03.2015
  • News, Presseinfos, Volkswagen, Metall & Elektro, Tarif

Hannover – Für die rund 1.350 Beschäftigten der Volkswagen Vertriebsbetreuungsgesellschaft ist nach einer harten zweijährigen Auseinandersetzung ein Tarifergebnis erzielt worden. Die Beschäftigten der Volkswagen Vertriebsbetreuungsgesellschaft (VW VG) arbeiten an insgesamt 12 Standorten in Deutschland in den Bereichen Volkswagen Service und Informationstechnologie. Sie beraten an der Schnittstelle zum Hersteller die Volkswagen-Händler in allen technischen Fragen rund ums Auto. Zudem stellen sie die notwendige Informationstechnologie für die Händler zur Verfügung. Zur VW VG gehört auch das Volkswagen-Automobilforum in Berlin. Der größte Standort mit rund 500 Beschäftigten befindet sich in Wolfsburg.

Bisher arbeiteten VW VG-Beschäftigte zu völlig unterschiedlichen tariflichen Bedingungen, teilweise zu Bedingungen des Kfz-Handwerks, teilweise ohne Tarifverträge. Ziel der IG Metall war es, eine einheitliche tarifliche Struktur für die rund 1.350 Beschäftigten zu schaffen. Dies konnte die IG Metall durchsetzen. Die Tarifvertragsparteien haben ein umfangreiches Tarifpaket vereinbart. Die tariflich nun einheitlich festgelegten Entgelte erhöhen sich ab Juni 2015 um 3,4 Prozent. Mit der Entgeltzahlung im Mai erhalten die Beschäftigten einen Einmalbetrag von 150 Euro. Der Entgelttarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Mai 2016.

 

Die wöchentliche tarifliche Arbeitszeit wird ab April 2015 auf zunächst 36 Stunden in der Woche festgeschrieben. Ab Juli 2017 reduziert sich die tarifliche Arbeitszeit um eine weitere Stunde auf 35 Stunden pro Woche. Für 8 Prozent der Beschäftigten kann eine 40-Stunden-Woche vereinbart werden. Die Quote verringert sich ab Juli 2017 auf maximal 5 Prozent der Beschäftigten. Beschäftigte, die 40 Stunden in der Woche arbeiten, erhalten ein entsprechend der höheren Arbeitszeit erhöhtes Entgelt.

 

Thilo Reusch, IG Metall-Verhandlungsführer, bezeichnete das Tarifergebnis als großen Erfolg. „Wir konnten den Wildwuchs bei der Vertriebsbetreuungsgesellschaft endlich beenden und klare tarifliche Strukturen für alle Beschäftigten schaffen. Dabei ist es uns gelungen, die Arbeitszeit deutlich zu reduzieren. Ohne die massiven Proteste der Beschäftigten wäre das sicherlich nicht möglich gewesen.“ 

 

(Presseinformation Nr. 51/2015)

 

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