Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie Niedersachsen und Sachsen-Anhalt

3. Tarifverhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt: • 1.000 Beschäftigte in Magdeburg protestieren gegen mickriges Angebot der Arbeitgeber • 5.900 Beschäftigte beteiligen sich am heutigen Tag an massiven Warnstreiks im Bezirk

  • 18.02.2015
  • kw/igm
  • News, Presseinfos, Tarif, Metall & Elektro

Magdeburg – Zum Auftakt der dritten Tarifverhandlung für die Metall- und Elektroindustrie in Sachsen-Anhalt protestierten rund 1.000 Beschäftigte aus Betrieben der Region Magdeburg gegen das mickrige Angebot der Arbeitgeber. So nahmen beispielsweise Beschäftigte von Novelis aus Nachterstedt, ThyssenKrupp Presta aus Schönebeck, Schaeffler Motorenelemente und MTU Reman Technologies sowie Schiess in Aschersleben und Beschäftigte vom AWS Achslagerwerk Stassfurt und Otis an dem Warnstreik teil. Zudem beteiligten sich Beschäftigte von FAM Magdeburger Förderanlagen- und Baumaschinen, der NTN Antriebstechnik Gardelegen und der Constellium Extrusions Burg. Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, zeigte sich über das Verhalten der Arbeitgeber verärgert. „Die Arbeitgeber haben lediglich ihr mickriges Angebot wiederholt und sich keinen Millimeter bewegt. Sie halten an einer Verschlechterung der Altersteilzeit fest: Lediglich besonders belastete Beschäftigte, wie Schichtarbeiter, sollen Altersteilzeit in Anspruch nehmen können. Die Quote wollen sie auf 2 Prozent reduzieren und die Beschäftigten sollen auch noch später, nämlich erst mit 64 Jahren, in die Freistellungsphase der Altersteilzeit gehen können. Konstruktive Verhandlungen sehen anders aus.“

Video von der Kundgebung in Magdeburg vor dem Verhandlungslokal

Aktion und Kundgebung vor dem Verhandlungslokal in Magdeburg (Foto: IG Metall)

Bildergalerie (Aktion und Kundgebung in Magdeburg)
Bildergalerie (Aktion und Kundgebung in Osnabrück)

 

Die dritte Tarifverhandlung für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen-Anhalt wurde am heutigen Mittwoch ohne Ergebnis vertagt. Ein vierter Verhandlungstermin soll für Anfang März gesucht werden.

 

Im IG Metall-Bezirk gab es am heutigen Mittwoch massive Warnstreiks. In Hameln beteiligten sich rund 700Beschäftigte aus 14 Betrieben an einem Aktionstag. So etwa Beschäftigte von Volvo, der Aerzener Maschinenfabrik und Lenze. In Osnabrück beteiligten sich 2.500Beschäftigte aus 13Betrieben an Warnstreiks und der Kundgebung am Hauptbahnhof, so beispielweise Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Valmet, Volkswagen, dem kupferverarbeitenden Unternehmen KME. Am Aktionstag in Göttingen nahmen 1.550Beschäftigte aus 15 Betrieben teil. Es beteiligten sich beispielsweise Beschäftigte von Sartorius, Bosch, Novelis, Mahr sowie Händler und Naterman.

 

Insgesamt haben sich bisher rund 77.300Beschäftigte aus 313Betrieben an Warnstreiks im IG Metall Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt und spontanen Aktionen bei der Volkswagen AG beteiligt.

Öffentlichkeitswirksame Warnstreiks:

Massive Warnstreik-Aktionen am 19. Februar:

  • In Hildesheim werden Beschäftigte aus 11 Betrieben an einer großen Warnstreik-Aktion mit Kundgebung teilnehmen. Ansprechpartner: Mike Wasner, Mobil: 0160/5330060.
  • In Osterode findet ein großer Warnstreik-Aktionstag statt. Es beteiligen sich Beschäftigte aus 12 Betrieben der Region. Es spricht IG Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine. Ansprechpartner: Ulf Halbauer, Mobil: 0160/5330198. 

Bilder von Warnstreiks finden Sie auf dieser Webseite und den Webseiten der IG Metall-Verwaltungsstellen. Über weitere Warnstreiks werden wir kurzfristig informieren.  

 

(Presseinformation Nr. 36/2015)

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