Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie

Warnstreiks in der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie

  • 15.11.2019
  • News, Presseinfos, Tarif, Holz & Kunststoff

Hannover – Die IG Metall bewertet die Beteiligung an den Warnstreiks der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie in Niedersachsen und Bremen als vollen Erfolg. Die Gewerkschaft hat die Beschäftigten zum Warnstreik aufgerufen, nachdem die Tarifverhandlungen zu keiner Einigung geführt haben.

Verhandlungsführer und politischer Sekretär Wilfried Hartmann vom Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt (Foto: Heiko Stumpe)

Gleich an insgesamt 11 Standorten in Niedersachsen und Bremen fanden in dieser Woche Aktionen statt, an denen sich insgesamt mehr als 2.000 Kolleginnen und Kollegen beteiligten: in Osnabrück, Bremen, Oldenburg, Bad Münder und Braunschweig legten die Beschäftigten vorübergehend ihre Arbeit nieder, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen.

 

Die 20.000 Beschäftigten der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie in Niedersachsen und Bremen fordern 5,5 Prozent mehr Entgelt sowie eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütung. In der zweiten Verhandlung am 11. November in Hannover haben die Arbeitgeber lediglich ein Angebot vorgelegt, das erheblich hinter der zu erwartenden Preissteigerungsrate zurückbleibt und für die Beschäftigten Einkommenskürzungen mit sich bringen würde.

 

„Bei einer Preissteigerungsrate von bis zu 1,7 Prozent durchschnittlich 1,1 Prozent anzubieten, das schlägt dem Fass den Boden aus“, meint Verhandlungsführer Wilfried Hartmann von der Bezirksleitung Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, „Die Beschäftigten haben in den vergangenen Tagen sehr deutlich gezeigt, was sie von den Arbeitgebern erwarten. Die Beteiligung an den Warnstreiks war hervorragend.“

 

(Pressemitteilung Nr. 35/2019)