Tarifrunde Stahl

Niedersächsische Stahlindustrie: Warnstreiks in Salzgitter und Osnabrück

  • 06.02.2019
  • News, Presseinfos, Tarif

Hannover – In den Tarifverhandlungen der nordwestdeutschen Eisen- und Stahlindustrie legten die Arbeitgeber auch in der dritten Verhandlung am vergangenen Freitag kein Angebot vor. Die Tarifkommission reagierte prompt und beschloss Warnstreiks. „Die Arbeitgeber spielen auf Zeit,“ sagte der Verhandlungsführer und Leiter des IG Metall-Bezirks NRW, Knut Giesler. „Das wird im Fußball mit der Gelben Karte bestraft. Jetzt bekommen die Arbeitgeber die Gelbe Karte!"

Auch in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt stößt das Verhalten der Arbeitgeber auf Unverständnis. Bezirksleiter Thorsten Gröger bekräftigt: „Wenn sich die Arbeitgeber nicht bewegen, dann tun das jetzt die Beschäftigten. An vielen Orten, zum Beispiel gestern in Ilsenburg, sind die Kolleginnen und Kollegen schon vors Tor gegangen.“

Den Streikauftakt in Niedersachsen bildet ein Aktionstag am morgigen Donnerstag, den 7. Februar, in Salzgitter. Zur Kundgebung ab 9 Uhr vor Tor 1 der Salzgitter AG in der Eisenhüttenstraße 99 in Salzgitter wird neben Beschäftigten der Salzgitter AG, Salzgitter Flachstahl, Verkehrsbetriebe Peine, Ilsenburger Grobblech, GESIS, Salzgitter Business Services, Mannesmann Großrohr, PTG und Mannesmann Forschung auch der Leiter des Bezirks NRW und Verhandlungsführer Knut Giesler erwartet.

Im Raum Osnabrück sind die Beschäftigten der Georgsmarienhütte, GMH Blankstahl und GMH Bahn + Service für Freitag, den 8. Februar, zum Warnstreik aufgerufen. Beginn der Kundgebung ist um 10 Uhr vor dem Haupttor.

Die IG Metall fordert für die 72.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Eisen- und Stahlindustrie eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 6 Prozent sowie eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütung. Eine Urlaubsvergütung von 1.800 Euro soll eine Wahloption für zusätzliche freie Zeit erhalten. Außerdem sollen die Tarifverträge zur Altersteilzeit, Beschäftigungssicherung und Werkverträgen verlängert werden.

Die nächste Verhandlung findet am 18. Februar 2019 statt.

 

(Presseinformation Nr. 02/2019)

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