Enercon

IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt erwartet von Enercon Verantwortung

  • 11.11.2019
  • News, Presseinfos

Hannover/Magdeburg – Die IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt fordert vom Windanlagenhersteller Enercon Alternativen zu den kürzlich angekündigten Entlassungen von 1500 Beschäftigten in Sachsen-Anhalt. Bezirksleiter Thorsten Gröger brachte die Erwartungen der IG Metall wie folgt zum Ausdruck: „Die Windkraft und die Betriebe mit ihren Beschäftigten sind von enormer Bedeutung für das Gelingen der Energiewende und das Erreichen der Klimaschutzziele. Da sind die Unternehmen – allen voran Enercon – genauso in der Verantwortung wie die Bundesregierung, die mit desaströsen Rahmenbedingungen ihren Teil zur Entwicklung beigetragen hat. Die IG Metall erwartet von der Enercon-Geschäftsführung, sich ihrer Verantwortung zu stellen und so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Schließlich hat der Konzern jahrzehntelang Fördermittel bekommen und beachtliche Gewinne erzielt.“

Thorsten Gröger, Bezirksleiter Niedersachsen und Sachsen-Anhalt (Foto: Heiko Stumpe)

Statt Beschäftigte in strukturschwachen Regionen zu entlassen und damit auch der wirtschaftlichen Entwicklung der Region Magdeburg zu schaden, seien nun kluge Konzepte gefragt, die der herausgehobenen Bedeutung der Windindustrie für die Energiewende gerecht werden.

 

„Perspektiven für den Ausbau der Windenergie müssen auch Perspektiven für die Beschäftigten sein“, so Gröger weiter. „Wo Beschäftigung in Gefahr ist, muss gegengesteuert werden: Qualifizierung, Verlängerung der Kurzarbeit, Sozialpläne und Transfermaßnahmen sind Maßnahmen, die verhindern, dass die von Kündigung bedrohten Beschäftigten und ihre Familien ins Bodenlose fallen.“

 

(Presseinformation Nr. 34/2019)