Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt

IG Metall fordert Arbeitgeber auf, in der zweiten Verhandlung ein Angebot vorzulegen

  • 20.01.2015
  • kw/igm
  • News, Presseinfos, Metall & Elektro, Tarif

Magdeburg – Die IG Metall fordert in der aktuellen Tarifrunde für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen-Anhalt 5,5 Prozent mehr Geld, einen Tarifvertrag zur Altersteilzeit und einen zur Bildungsteilzeit. In der ersten Tarifverhandlung am heutigen Dienstag begründete die IG Metall ihr Forderungspaket. Beide Seiten vertagten sich auf den 28. Januar.

Hartmut Meine, Bezirksleiter in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sowie IG Metall-Verhandlungsführer, forderte die Arbeitgeber auf, in der zweiten Verhandlung ein verhandelbares Angebot vorzulegen. „Unser Forderungspaket liegt auf dem Tisch. Jetzt sind die Arbeitgeber am Zug, damit wir zügig in konstruktive Verhandlungen einsteigen können.“

 

Die Forderung nach 5,5 Prozent mehr Geld ist im Kontext eines insgesamt positiven wirtschaftlichen Umfelds gerechtfertigt. In diesem Zusammenhang von einer Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit zu sprechen, wie es die Arbeitgeber tun, ist absurd. Die relative Schwäche des Euro gegenüber dem Dollar wird sich positiv auf die exportabhängige Metall- und Elektroindustrie und auf die Gesamtwirtschaft auswirken. Auch der niedrige Ölpreis hat positive Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.

Unverständlich ist die Haltung der Arbeitgeber gegenüber der von der IG Metall geforderten Altersteilzeit und Bildungsteilzeit. Die Altersteilzeit hat sich als Mittel zur Bewältigung des demografischen Wandels im Betrieb bewährt. Wer nicht mehr kann oder nicht mehr will, muss nach Jahrzehnten eines belastenden Arbeitslebens, die Chance auf einen flexiblen Ausstieg haben, um die dritte Lebensphase selbst bestimmt gestalten zu können. Vollkommen unerklärlich ist für die IG Metall, dass die Bildungsteilzeit von den Arbeitgebern derart massiv abgelehnt wird. Obwohl Fachkräfte in den Betrieben dringend gebraucht werden und die Arbeitgeber immer wieder betonen, dass gut ausgebildete Beschäftigte das Rückgrat des wirtschaftlichen Erfolgs der Unternehmen seien, lehnen sie die Bildungsteilzeit strikt ab.

Die zweite Verhandlung für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen-Anhalt findet am 28. Januar in Magdeburg statt. Am 4. Februar beginnen die Tarifverhandlungen für die rund 115.000 Beschäftigten von Volkswagen und Financial Services.

 

In der Nacht zum 29. Januar (0.01 Uhr) endet in den Tarifgebieten der Metall- und Elektroindustrie die Friedenspflicht, ab dann sind Warnstreiks möglich.

 

(Presseinformation Nr. 09/2015)

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