Deutliche Ansage gegen Kartell der Ölkonzerne notwendig - Mineralölunternehmen dürfen Kriegszeiten nicht missbrauchen!

  • 21.03.2022
  • News, Presseinfos

In der aktuellen Debatte um steigende Rohstoffpreise fordert Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, dass der Staat gegenüber der Monopolstellung der Ölkonzerne eine härtere Gangart an den Tag legen muss: „Die Spritpreise haben zwischenzeitlich schwindelerregende Höhen erreicht. Während Gutverdiener zwar ein schmerzhaftes Gesicht an der Zapfsäule ziehen, können sich weniger gut situierte Menschen eine Tankfüllung nur mit Verrenkungen leisten oder müssen anderswo Abstriche machen. Im Zusammenspiel mit den allgegenwärtigen Preissteigerungen in vielen Lebensbereichen ist das ein nicht hinnehmbarer Zustand, den die Politik entschieden angehen muss!“

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Zentraler Ansatzpunkt müsse neben schnellen Entlastungen auch ein Eingriff in die Machtstellung der Mineralölunternehmen im wirtschaftlichen Gefüge sein: „Wir sehen ganz klar, dass die Preisentwicklung inzwischen völlig entkoppelt ist und zu absurden Mondpreisen führt. Trotz jüngstem Abfall der Ölpreise auf dem Weltmarkt spiegelt sich diese Situation nicht an den Preisanzeigen der Tankstellen wieder. Die Ölbarone geben die zuletzt sinkenden Preise nicht an die Verbraucher weiter und bereichern sich an den Geldbeuteln der hartarbeitenden Beschäftigen!“, führt der Gewerkschafter aus. Aus Grögers Sicht ist der Vorstoß von Grünen-Minister Habeck wichtig: „Die Bundeswettbewerbsbehörden müssen dringend prüfen, ob das, was derzeit passiert, rechtens ist und kein Diebstahl an den Bürgerinnen und Bürgern des Landes darstellt. Auch eventuellen Preisabsprachen unter den Konzernen, die das Preisniveau weiter oben halten, muss Einhalt geboten werden. Es kann nicht sein, dass Mineralölunternehmen mit den Geldern der Bevölkerung ihre Nase vergolden - generell nicht, aber schon gar nicht in Krisenzeiten!“

 

(Presseinformation Nr. 24/2022)