Karmann

Volkswagen und IG Metall vereinbaren Vertrag zur Automobilfertigung in Osnabrück

  • 20.11.2009
  • kw/igm
  • News, Presseinfos, Volkswagen

Wolfsburg / Osnabrück – Volkswagen stellt eine Automobilfertigung in Osnabrück sicher: Auf dem Firmengelände von Karmann wird eine Volkswagen-Tochtergesellschaft ab 2011 eine Fahrzeugproduktion aufnehmen. Die IG Metall hat dazu eine Grundlagenvereinbarung mit Volkswagen abgeschlossen, gab Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, am heutigen Freitag bekannt. Daraus ergeben sich Perspektiven für den Automobilbau in der Region Osnabrück: Die Belegschaft der neuen Volkswagen-Tochtergesellschaft wird schrittweise bis 2014 auf über 1.000 deutlich ansteigen. Kurzfristig werden bereits im nächsten Jahr 200 Spezialisten benötigt. Beschäftigte in der Region Osnabrück mit Erfahrungen im Bereich der Automobilfertigung werden dabei besonders berücksichtigt. Dies bietet ab 2011 insbesondere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine Be-schäftigungschance, die derzeit in der Transfergesellschaft arbeiten. Die IG Metall konnte auch durchsetzen, dass alle Auszubildenden von Karmann in die neue Gesellschaft übernommen werden. Volkswagen hat sich darüber hinaus verpflichtet, ein Ausbildungskonzept zu erarbeiten, das die Ausbildung junger Menschen dauerhaft im Osnabrücker Unternehmen absichert.

Die Grundlagenvereinbarung zwischen IG Metall und Volkswagen sieht vor, dass die Tochtergesellschaft grundsätzlich den Flächentarifvertrag der niedersächsischen Metallindustrie anwendet. Für den Zeitraum bis Ende 2014 wird ein befristeter Ergänzungstarifvertrag abgeschlossen, mit dem die Beschäftigten auf Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichten werden. Ab 2015 gilt der Flächentarifvertrag ohne Abstriche.

 

Hartmut Meine begrüßte die Entscheidung von Volkswagen. „Es waren sehr harte Verhandlungen, in denen wir aber letztlich einen Teilerfolg, mit Licht und Schatten, erzielen konnten: Osnabrück bleibt dank des Engagements von Volkswagen Automobilstandort und bietet Beschäftigungsperspektiven für die Menschen in der Region. Für junge Menschen ist vor allem wichtig, dass sie auch weiterhin eine Ausbildungsperspektive im neuen Osnabrücker Unternehmen haben. Für viele Karmann-Beschäftigte kommt die Entscheidung aber leider zu spät. Die Blockadehaltung der Gesellschafterfamilien hat eine frühere Einigung unmöglich gemacht“, so Meine.                                                                                                     

Hartmut Riemann, Erster IG Metall-Bevollmächtigter in Osnabrück, lobte ebenfalls die Entscheidung von Volkswagen. „Wir haben jahrelang für die Automobilfertigung gekämpft und jeden sich bietenden Strohhalm geprüft. Mit dem Engagement von Volkswagen bietet sich jetzt endlich eine Chance für den Standort in Osnabrück“, so Riemann am heutigen Freitag in Osnabrück.

 

Für den Bereich Dachsysteme zeichnet sich noch keine Lösung ab. Die IG Metall wird in den nächsten Tagen Gespräche mit einem der möglichen Investoren über ein Fortführungskonzept für diesen Bereich sprechen.

 

Presseinformation Nr. 61/2009

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