Tarifvertrag

Überbetriebliche Beschäftigungssicherung für tarifgebundene Betriebe vereinbart: Tarifliche Nachbarschaftshilfe von Hannoveraner Betrieben möglich

  • 16.08.2010
  • kw/igm
  • News, Presseinfos, Metall & Elektro

Hannover - Die IG Metall setzt überbetriebliche Beschäftigungssicherung für tarifgebundene Betriebe durch. Von dem am heutigen Montag im Hannoverschen Rathaus zwischen NiedersachsenMetall und IG Metall unterzeichneten Tarifvertrag zur Überlassung von Arbeitnehmern profitieren insgesamt rund 9.000 Beschäftigte in 9 tarifgebundenen Betrieben in der Region Hannover. Drei weitere haben ihre Teilnahme zugesagt. Auf der Grundlage der tariflichen Vereinbarung können mögliche Auftragseinbrüche durch die wechselseitige Überlassung von Beschäftigten abgefedert werden. Dabei gibt es keine arbeitsvertragliche Veränderung, lediglich für eine gemeinsam festgelegte Zeitdauer ändert sich der Arbeitsort.

Hartmut Meine, Bezirksleiter der IG Metall in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, erklärt das Prinzip: „Es geht um tarifliche Nachbarschaftshilfe: Wenn es in einem Betrieb eine Auftragsflaute gibt und im Nachbarbetrieb Beschäftigte benötigt werden, kann ein befristeter Wechsel von Arbeitnehmern in den Nachbarbetrieb erfolgen. Die bisherige tarifliche Bezahlung bleibt erhalten.“

 

Hartmut Meine betonte, dass von der Arbeitnehmer-Überlassungsregelung ausschließlich tarifgebundene Betriebe Gebrauch machen können. „Der Tarifvertrag schützt beide Seiten: Die Beschäftigten haben in Zeiten von Auftragsschwankungen oder einer betrieblichen Krisensituation einen sicheren Arbeitsplatz und die Unternehmen können in derartigen Situation betriebsbedingte Kündigungen vermeiden und ihre gut ausgebildeten Fachkräfte halten.“

Reinhard Schwitzer, Erster IG Metall-Bevollmächtigter der Verwaltungsstelle Hannover, bezeichnete den Tarifvertrag als weiteren „tariflichen Baustein der Beschäftigungssicherung“.

Der Oberbürgermeister der Stadt Hannover, Stephan Weil, erklärte: „Ich freue mich sehr über diesen Tarifvertrag. Die Vereinbarung zeigt, dass zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften der Metallindustrie in Hannover großes Einvernehmen herrscht, soviel Arbeit wie möglich zu regulären Tarifbedingungen vorzuhalten. Dafür bedanke ich mich bei den Tarifparteien.“

 

Der Tarifvertrag zur Überlassung von Arbeitnehmern gilt für rund 9.000 Beschäftigte der Firmen Nexans Deutschland GmbH in Hannover, Radio Frequency Systems GmbH (RFS) in Hannover, Wabco GmbH in Hannover, Kraus Maffei Berstorff GmbH in Hannover, Troester GmbH in Hannover, MTU Maintenance GmbH in Langenhagen, Komatsu Hanomag GmbH in Hannover, TRW Automotive GmbH in Barsinghausen und Eilhauer Maschinenbau GmbH in Langenhagen.

 

(Presseinformation Nr. 31/2010)

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