Arbeit - sicher und Fair!

Über 2000 Beschäftigte beteiligen sich am Aktionstag in Süd-Niedersachsen-Harz

  • 25.02.2011
  • Maik Matthias
  • News

Süd-Niedersachsen-Harz - Die IG Metall wirft den Arbeitgebern eine "Dumping-Strategie" und der Bundesregierung "Nichtstun" beim Thema prekäre Beschäftigung vor. "Trotz Aufschwung setzen die Arbeitgeber voll auf Leiharbeit und prekäre Beschäftigung und die Bundesregierung hält an der Rente mit 67 fest. Das ist ein arbeitsmarktpolitischer Irrweg mit weit reichenden und gefährlichen Konsequenzen" sagt Gerd-Uwe Boguslawski, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz.

Es gehe um den Wert der Arbeit an sich und die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Arbeit sei der wertvollste Rohstoff, den Deutschland besitze. "Wir verfügen über wenige seltene Erden, dafür aber über besonders gut qualifizierte Fachkräfte. Die aktuelle Dumping-Strategie der Arbeitgeber und das Nichtstun der Regierungsparteien drohen diesen jahrzehntelang entwickelten Vorteil ins Gegenteil zu verkehren", kritisierte Boguslawski.


Die verloren gegangene Ordnung am Arbeitsmarkt müsse endlich wieder hergestellt werden. Sie dürfe nicht durch prekäre Beschäftigung und einer Rente mit 67 vollständig zerbrechen. Der bundesweite, betriebliche Aktionstag am 24. Februar 2011 sei das Signal der Arbeitnehmer an Politik und Arbeitgeber für dringend notwendige Regulierungen. "Wir brauchen vor allem Equal Pay bei der Leiharbeit und die Rücknahme der Rente mit 67", forderte Boguslawski. Insgesamt hat die IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz 4.000 Kolleginnen und Kollegen aus 28 Betrieben zu Protestkundgebungen aufgerufen. In weiteren 20 Betrieben wurde an 4.000 Beschäftigte ein Informationsflugblatt zur Leiharbeit und Rente mit 67 verteilt und diskutiert.

 

Protestkundgebungen fanden am 24. Februar 2011 am Vormittag statt:

  • mit 250 Teilnehmern bei Mahr in Göttingen,
  • mit 200 Teilnehmern vor Demag Cranes and Components in Uslar,
  • mit 70 Teilnehmern bei Zeiss,
  • mit 80 Teilnehmern bei Metallumform,
  • mit 200 Teilnehmern bei Novelis an der Hannoverschen Straße zusammen mit Beschäftigten der Telekom, der Sartorius AG und Sartorius Corporate Administration.

und am Nachmittag:

  • mit 140 Teilnehmern vor Sartorius Stedim Biotech, davon 60 Beschäftigte von John Crane,
  • mit 400 Teilnehmern bei Renold an der Juliusmühle mit neun weitere Betrieben aus Einbeck und Dassel,
  •  mit 130 Teilnehmern Haendler & Natermann sowie Haendler & Natermann Sport in Hann-Münden,
  • mit 130 Teilnehmern Crown Lebensmitteldosen in Seesen,
  • mit 200 Teilnehmern bei Pleissner Guss in Herzberg mit einer Delegation von Pema,
  • mit 200 Teilnehmern bei Harz Guss in Zorge,
  • mit 80 Teilnehmern bei Metallumform in Hann-Münden.

Bei der Exide in Bad Lauterberg haben sich in der Früh-, Spät- und Nachtschicht Kolleginnen und Kollegen eindrucksvoll beteiligt. Aus Protest gingen sie zwei Stunden früher nach Hause. Die genaue Zahl lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

 

Bericht und Bildergalerie auf der Website der IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz

 

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