Metall- und Elektroindustrie

Tarifkonferenz diskutiert Drei-Komponenten-Tarifforderung

  • 04.11.2009
  • pw/dud
  • News, Tarif, Metall & Elektro

Hannover – Im Vorfeld der 2010 anstehenden Tarifrunde für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie haben am heutigen Mittwoch über 200 Tarifkommissionsmitglieder die aktuelle wirtschaftliche Lage der Branche in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt analysiert.Demnach ist die wirtschaftliche Situation sehr differenziert: Etliche Betriebe mussten aufgrund der Auftragsrückgänge Kurzarbeit anmelden. Vor allem die LKW-Branche ist von Auftragsrückgängen stark betroffen. Andere Betriebe haben trotz der Wirtschaftskrise volle Auftragsbücher und werden auch im nächsten Jahr keine Beschäftigungsprobleme haben. Unter anderem profitieren viele Automobilzulieferer von der guten Auftragslage bei Volkswagen.

Haltmut Meine auf der tarifpolitischen Konferenz

Die vom IG Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine eingebrachte Drei-Komponenten-Forderung, wurde überwiegend zustimmend diskutiert. Neben einer moderaten prozentualen Entgelterhöhung müsse die Beschäftigungssicherung eine besondere Rolle spielen, so die einhellige Meinung der Konferenzteilnehmer. „Wir werden alles dafür tun, damit die Arbeitsplätze in der Krise erhalten werden können. Wir werden es aber nicht hinnehmen, wenn Vertreter der Arbeitgeber die Wirtschaftskrise zur Lohndrückerei nutzen wollen,“ betonte Hartmut Meine am heutigen Mittwoch in Hannover.

Der Tarifvorschlag beinhaltet, dass alle Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie eine moderate prozentuale Basiserhöhung erhalten. Das ist wichtig, um die Nachfrage zu stärken und der drohenden Deflation entgegen zu wirken. Darauf aufbauend sollen Beschäftigte in Betrieben mit guter Auftragslage einen Einmalbetrag erhalten. Befindet sich der Betrieb aufgrund der Wirtschaftskrise hingegen in einer schwierigen Situation, können alternative Maßnahmen vereinbart werden, die der Beschäftigungssicherung dienen. Falls der Einmalbetrag zur Beschäftigungssicherung verwendet werden muss, sind betriebsspezifische Regelungen durch die Betriebsparteien bei den Tarifvertragsparteien zu beantragen.

 

Folien zum Vortrag und das Redemanuscript von Hartmut Meine finden sie unter "Dateien" zum Download.

Informationen zur Kurzarbeit im IG Metall-Bezirk:
Vertreter aus Sachsen-Anhalt betonten auf der Tarifkonferenz, dass die Wirtschaftskrise in Ostdeutschland geringere Auswirkungen habe als in anderen Regionen. Dies zeige sich auch anhand der Kurzarbeiterzahlen: Derzeit arbeiten im Organisationsbereich des IG Metall-Bezirks 42.630 Beschäftigte in 226 Betrieben kurz. Während es in Niedersachsen rund 37.760 Beschäftigte in 178 Betrieben sind, ist die Zahl in Sachsen-Anhalt mit 4.870 Arbeitnehmern in 48 Betrieben wesentlich geringer. Die seit Anfang des Jahres von der IG Metall-Bezirksleitung monatlich unter den Betriebsräten abgefragte Situation in den Unternehmen zeigt, dass die Kurzarbeiterzahlen rückläufig sind, die Anzahl der Betriebe mit Kurzarbeit hingegen steigt.

Home / Aktuelles

Pinnwand

  • Website zum Aufruf "Die Würde des Menschen ist unantastbar"

    Brei­te ge­sell­schaft­li­che "Al­li­anz für Weltof­fen­heit" ge­grün­det

  • Niedersachsen packt an!
  • Dabei sein! Für die IG Metall begeistern!
  • modern.bilden
  • Gemeinsam für ein Gutes Leben!
  • Gute Arbeit - Gut in Rente!
  • www.wer-die-besten-will.de
  • Maßnahmen gegen Ingenieurmangel
  • "Mehr Wirtschaftsdemokratie wagen!"
  • Respekt! Kein Platz für Intoleranz, Rassismus und Diskriminierung
  • metallzeitung