Tarifergebnis für die Heizungsindustrie in Niedersachsen erzielt

  • 18.10.2013
  • mm/dud
  • News, Presseinfos, Tarif

9,5 Prozent mehr Geld in drei Schritten für Auszubildende. Entgelterhöhung in zwei Schritten: 3 Prozent ab 1. Oktober 2013, 2,5 Prozent ab 1. September 2014. Hannover - Beschäftigte und Auszubildende in der Heizungsindustrie erhalten in Niedersachsen deutlich mehr Geld: Zum Oktober steigen die Entgelte um 3 Prozent, um weitere 2,5 Prozent werden die Entgelte ab September nächsten Jahres angehoben. Die Ausbildungsvergütungen werden in drei Schritten deutlich erhöht. Die Vergütung steigt durchschnittlich in allen vier Ausbildungsjahren um 9,5 Prozent bis 2015. Besonders deutlich ist die Anhebung für Auszubildende im zweiten Ausbildungsjahr: Sie erhalten insgesamt 98 Euro mehr Geld.

Foto: istockphoto.com

IG Metall-Verhandlungsführer Wilfried Hartmann: "Die Arbeitgeber haben erkannt, dass sie nur mit guten Entgelt- und Arbeitsbedingungen im Wettbewerb bestehen können."

IG Metall-Verhandlungsführer Wilfried Hartmann bewertete das in der zweiten Tarifrunde erzielte Ergebnis für die rund 2.000 Beschäftigten in rund 70 Betrieben in Niedersachsen als guten Kompromiss. "Die Arbeitgeber haben erkannt, dass sie nur mit guten Entgelt- und Arbeitsbedingungen im Wettbewerb bestehen können."
 
Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, bezeichnete den Tarifabschluss als ersten Schritt in die richtige Richtung mit Signalwirkung: "Im Handwerk haben es die Arbeitgeber immer schwerer, geeignete Fachkräfte und Auszubildende zu finden, da die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie besser sind. Der Tarifabschluss, vor allem die deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungen, zeigt, dass die Arbeitgeber dies endlich erkannt haben. Nur wer anständige Ausbildungsvergütungen zahlt, kann bei jungen Menschen punkten und sie von einer Ausbildung in der Branche überzeugen." Hartmut Meine betonte, dass die Arbeitgeber diesen Weg konsequent weiterverfolgen müssten. So sei der Abstand zu den Ausbildungsvergütungen der Metall und Elektroindustrie immer noch zu hoch. Während die Auszubildenden in der Heizungsindustrie mit der dritten Erhöhung 2015 784 Euro erhielten, würden Auszubildende im vierten Ausbildungsjahr der Metall- und Elektroindustrie knapp 1.000 Euro erhalten. "Dieser Abstand muss auch im Interesse der Arbeitgeber verringert werden, wollen sie im Wettbewerb um Auszubildende bestehen", forderte Hartmut Meine.

 

(Presseinformation Nr. 62/2003)

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