Tarifergebnis Kfz-Handwerk

Tarifergebnis für die Beschäftigten des Kfz-Handwerks erzielt

  • 07.06.2010
  • kw/igm
  • News, Kfz-Handwerk, Presseinfos

Hannover – Die IG Metall hat mit beiden Arbeitgeberverbänden des Kfz-Handwerks in Niedersachsen ein verbindliches Tarifergebnis erzielt: Der Tarifvertrag sieht bei einer Laufzeit von 24 Monaten Entgeltsteigerungen von insgesamt 4,3 Prozent vor. Der Entgeltrahmentarifvertrag endet am 30. April 2012.

Wilfried Hartmann

Zudem beinhaltet das Tarifergebnis weitreichende Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung: So kann die Arbeitszeit weiterhin um 6 Stunden ohne Entgeltausgleich auf maximal 30 Stunden absenkt werden. Die Betriebe haben die Möglichkeit, außer der konjunkturellen Kurzarbeit per Betriebsvereinbarung die Remanenzkosten, wie Urlaubsgeld und Sonderzahlungen, zu senken. Im Gegenzug erhalten die Beschäftigten einen erweiterten Kündigungsschutz und eine Beteiligung am Jahresgewinn des Unternehmens. Betriebsbedingte Kündigungen sind während dieser Phase ausgeschlossen. Für Ausgebildete wurde die Übernahme in ein zwölfmonatiges Arbeitsverhältnis vereinbart.

 

„Mit den weitreichenden Maßnahmen zur Sicherung der Beschäftigung besteht die Chance, Entlassungen in der Kfz-Branche zu verhindern“, sagte Wilfried Hartmann, IG Metall-Verhandlungsführer, und forderte die Arbeitgeber auf, „diese umfänglich zu nutzen.“ Sollten die Arbeitgeber trotz der vereinbarten Maßnahmen betriebsbedingte Kündigungen aussprechen, besteht für die Beschäftigten Anspruch auf eine Abfindung.

 

Die von der IG Metall vorgeschlagene Gründung einer branchenweiten Transfergesellschaft wurde trotz des sich abzeichnenden Strukturwandels von den Arbeitgebern abgelehnt. Wilfried Hartmann, IG Metall-Verhandlungsführer, bezeichnete die Haltung der Arbeitgeber als realitätsfern. „Es ist unbestritten, dass die Kfz-Branche mittelfristig auf einen massiven Strukturwandel zusteuert. Daher ist es völlig unverständlich, dass die Arbeitgeber konstruktive Maßnahmen zur Abfederung des Strukturwandels ablehnen. Anstatt frühzeitig auf die Herausforderungen zu reagieren, fahren die Arbeitgeber die Betriebe auf Kosten ihrer Beschäftigten mittelfristig gegen die Wand,“ so der IG Metall-Verhandlungsführer Wilfried Hartmann.

 

(Presseinformation Nr. 27/2010)

Weitere Informationen siehe Flugblatt:

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