VW Projekt "5000 mal 5000"

Tarifabschluss am frühen Morgen

  • 28.08.2001
  • pw/dud
  • News, Presseinfos

Bezirksleiter Hartmut Meine: "Es gibt gute Nachrichten: Die wichtigste lautet: Für 3.500 Arbeitslose gibt es seit heute eine Chance, für 3.500 Arbeitslose gibt es Arbeitsplätze zu vernünftigen Bedingungen. Allein deshalb hat sich der zweite Anlauf in den Tarifverhandlungen über das VW Projekt 5.000 X 5.000 gelohnt."

Hier die wesentlichen Eckpunkte des Tarifabschlusses:
    
Projekt 5000 mal 5000:

  1. Einer der bedeutendsten und wichtigsten Punkte ist die Einstellung von 3.500 Arbeitslosen. Das ist ein besonders arbeitsmarktpolitisches Signal, in einer Zeit, in der viele andere Unternehmen teilweise massiv Arbeitsplätze streichen. In der Frage der wöchentlichen Arbeitszeit haben wir als IG Metall unser Ziel durchgesetzt: Auch die zukünftig Beschäftigten in der Auto 5.000 GmbH werden 35-Stunden in der Woche im Jahresdurchschnitt arbeiten.
  2. Einer der strittigsten Punkte in den gesamten Verhandlungen war das Thema Dazu gibt es Regelungen zur weitreichenden Flexibilisierung der Arbeitszeit. Hier hat die IG Metall Zugeständnisse machen müssen, die uns nicht leicht gefallen sind. Volkswagen hat uns in den Verhandlungen mit dem Arbeitszeitmodell konfrontiert, das BMW für Leipzig vereinbart hat. Hier konnte sich die IG Metall kaum dem Druck entziehen. Volkswagen bestand darauf, sich am BMW-Modell zu orientieren.
  3. Beim Entgelt wird das Niveau des Flächentarifvertrages erreicht bzw. für jeden Beschäftigten garantiert. Dazu dient ein gestaffeltes Bonussystem. Mit anderen Worten, die neuen Beschäftigten werden in Wolfsburg genauso viel verdienen, wie ihre Kollegen in der übrigen Metallindustrie. Danach erhalten die Beschäftigten ein Monatsentgelt von 4.500 Mark plus Mindestbonus von 6.000 Mark (pro Jahr) sowie einen Ausgleich zum Metalltarif. Hinzu kommt ein persönlicher Leistungsbonus und Ergebnisbeteiligung.
  4. In der Öffentlichkeit und in den Medien haben die wichtigsten Streitpunkt Arbeitszeit, Entgeltniveau und Programmentgelt im Vordergrund gestanden.

Auf der Habenseite können wir als IG Metall sicherlich verbuchen, dass wir sowohl bei der Arbeitszeit mit der 35-Stunden-Woche, als auch beim Entgelt das Niveau des Flächentarifvertrages in der Metallindustrie erreicht haben. Auf der anderen Seite haben wir bei der Arbeitszeitflexibilisierung Zugeständnisse machen müssen. Aber der Preis war es uns wert. Die IG Metall hat die Chance ergriffen, bei der Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze zu geregelten, tariflichen Bedingungen mitzugestalten.

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