IG Metall und Arbeitgeber vereinbaren Förderung der jungen Generation

Stipendientarifvertrag zur weiterführenden Qualifizierung - Unterstützung bildungsbenachteiligter Hauptschüler

  • 09.12.2010
  • kw/igm
  • News, Presseinfos, Tarif, Jugend, Studierende

Hannover – IG Metall und NiedersachsenMetall haben die Förderung der jungen Generation tarifvertraglich vereinbart: „Damit soll sowohl die Weiterbildung von jungen Ausgebildeten, als auch die Erstausbildung von bildungsbenachteiligten Hauptschülern unterstützt werden,“ so Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, zur Zielsetzung der Vereinbarung. „Die Tarifvertragsparteien reagieren damit rechtzeitig auf den zukünftigen Fachkräftemangel,“ so Hartmut Meine weiter, „und verbessern vor dem Hintergrund des ‚doppelten Abiturjahrgangs’ die Chancen von Hauptschülern auf dem Ausbildungsmarkt.“ Von der Vereinbarung profitieren Ausgebildete in der Metall- und Elektroindustrie in Niedersachsen und Hauptschüler, die in der Branche einen Ausbildungsplatz suchen bereits ab Januar 2011.

Der bundesweit einmalige Stipendientarifvertrag sieht vor, dass Ausgebildete nach der Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis im Betrieb zunächst ein Jahr weitere Berufspraxis im erlernten Beruf erwerben. Anschließend haben sie die Möglichkeit beispielsweise eine zweijährige Technikerschule zu besuchen. Dies wird durch den jeweiligen Arbeitgeber mit einem Stipendium in Höhe von monatlich 400 Euro unterstützt. Zusätzlich stehen pro Beschäftigten bis zu 1.100 Euro staatliche Mittel gemäß dem „Meister-BAföG“ (Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz, AFBG) zur Verfügung, so dass der Einzelne in der weiterführenden Qualifizierungsphase bis zu 1.500 Euro monatlich erhält. Im Anschluss an die Qualifizierung wird der Beschäftigte möglichst entsprechend seiner zusätzlich erworbenen Qualifikation unbefristet beschäftigt.

 

Mit der Unterstützung von bildungsbenachteiligten Hauptschülern soll verhindert werden, dass die Auswahl von Auszubildenden zu Lasten der Hauptschüler geht, wenn 2011 ein doppelter Abiturjahrgang die Schulen verlässt. Zur Verbesserung der Chancen von Bildungsbenachteiligten wird NiedersachsenMetall daher die Betriebe fördern, die Hauptschulabsolventen einen Ausbildungsplatz zur Verfügung stellen. Die Förderung durch die Arbeitgeber beträgt einmalig 5.000 Euro je Auszubildenden. Zusätzlich haben sich IG Metall und Arbeitgeberverband bereits im Oktober darauf verständigt, das mehr Ausbildungsplätze geschaffen werden sollen.

 

(Presseinformation Nr. 62/2010)

 

Weitere Informationen siehe beigefügte Erklärung:

 

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