IG Metall-Bezirkskonferenz 2011

Meine fordert faire Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen für die junge Generation

  • 22.06.2011
  • kw/igm
  • News, Presseinfos, Jugend

Hannover – An der diesjährigen IG Metall-Bezirkskonferenz in Hannover nahmen rund 200 Betriebsräte und IG Metall-Vertrauensleute teil. Unter den Gästen waren auch der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister und Stephan Weil, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover. In ihrem Grußwort betonten beide Politiker die besondere gesellschaftspolitische Rolle der IG Metall.

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Im Rahmen der Bezirkskonferenz übte die IG Metall massive Kritik an der Einstellungspolitik der Arbeitgeber und forderte faire Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen für junge Menschen. Die junge Generation sei besonders betroffen von der Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse, sagte Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, und forderte die Arbeitgeber zur Kehrtwende auf.

Immer weniger Menschen finden nach der Ausbildung oder dem Studium eine feste Stelle. Ihr Arbeitsleben ist geprägt von Leiharbeit, Werkverträgen, befristeten Einstellung oder Dauerpraktika. Während Berufseinsteiger immer seltener einen dauerhaften Arbeitsvertrag erhalten, wird Hauptschülern und anderen bildungsbenachteiligten Jugendlichen häufig noch nicht einmal eine Ausbildung ermöglicht. Sie haben damit auf dem Arbeitsmarkt kaum eine Chance. „Die Arbeitgeber betreiben trotz des drohenden Fachkräftemangels immer noch eine Politik der Ausgrenzung mit dramatischen Folgen für eine ganze Generation. Denn unsichere Arbeitsverhältnisse führen direkt in die Altersarmut,“ kritisierte Hartmut Meine am heutigen Donnerstag das Verhalten der Arbeitgeber.

 

Die Arbeitgeber in Niedersachsen forderte Meine erneut auf, mit der IG Metall endlich einen Tarifvertrag abzuschließen, der Hauptschülern bessere Ausbildungschancen ermöglicht. „Anstatt über eine Rente mit 69 zu diskutieren, sollte NiedersachsenMetall mit uns eine Einstiegsqualifizierung von 6 bis 12 Monaten für Hauptschüler auf den Weg bringen,“ sagte Meine.

 

 

Die Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt, insbesondere die der Windkraft- und Solarbranche, forderte der Bezirksleiter auf, von ihrer Billiglohnpolitik Abstand zu nehmen. „Dem Fachkräftemangel kann am besten entgegengewirkt werden, wenn die Arbeitgeber begreifen, dass die Tarifverträge ein Gütesiegel für gute Arbeitsbedingungen sind. Betriebe, die dies erkannt haben, brauchen einen Fachkräftemangel nicht zu fürchten und können im Wettbewerb um junge Menschen in Sachsen-Anhalt gut bestehen.“

 

Hinweis:

Die im Rahmen der IG Metall-Bezirkskonferenz verabschiedete Charta für sichere und faire Arbeit finden Sie im Anhang.

 

(Presseinformation Nr. 38 / 2011)

 

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