Tarifergebnis für die Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie in Sachsen-Anhalt erzielt

Mehr Geld in zwei Stufen. Besonderes Plus bei den Ausbildungsvergütungen

  • 29.11.2019
  • News, Presseinfos, Tarif, Holz & Kunststoff

Barleben – Für die rund 8 000 Beschäftigten der Holz und Kunststoff verarbeiten-den Industrie in Sachsen-Anhalt konnte am Donnerstag ein Ergebnis erzielt werden: Ab 1. Januar 2020 werden die Entgelte um 2,7 Prozent und ab 1. Januar 2021 nochmals um 1,9 Prozent erhöht. Für die Monate Oktober bis Dezember erhalten die Beschäftigten pauschal 75 Euro. Die Auszubildenden erhalten eine überproportionale Erhöhung zwischen 60 Euro und 110 Euro monatlich. Außerdem wird der bestehende Demografie-Fonds für Altersteilzeit auf 315 Euro erhöht.

Der Entgelt-Tarifvertrag läuft bis 31. August 2021, also insgesamt 23 Monate. Die Parteien vereinbarten eine Erklärungsfrist bis zum 17.12.2020.

 

Markus Wente, IG Metall-Verhandlungsführer in Sachsen-Anhalt, betonte: „Die bundesweiten Angebote der Arbeitgeber in der diesjährigen Lohn- und Gehaltsrunde haben wir mit diesem Tarifabschluss in Sachsen-Anhalt deutlich ins Abseits gestellt. Unser nächstes Ziel sind jetzt die Gespräche zur Weiterentwicklung der Arbeitszeit in der Holz- und Kunststoffindustrie in Sachsen-Anhalt. Die 39-Stunden-Woche passt nicht mehr in die Landschaft. Da müssen sich die Arbeitgeber deutlich nach unten bewegen.“

 

Bundesweit sind über 180 000 Beschäftigte in der Möbelindustrie und der Holz- und Kunststofffertigung beschäftigt.

 

(Presseinformation Nr. 38/2019)

 

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