IG Metall: Bereitet KME Osnabrück Tarifflucht vor?

KME verändert erneut die Struktur und will 140 Beschäftigte entlassen

  • 30.07.2014
  • News, Betrieb

Auf der heutigen zusätzlichen Betriebsversammlung teilte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Herr Egon Mackowiak den Beschäftigten mit, dass 140 von ihnen bis zum Ende des Jahres das Unternehmen verlassen sollen. Vor acht Monaten betrug die Zahl noch 350!

Achivfoto

Jetzt wurde der Abbau von Personal nicht nur mit den fehlenden Mengen begründet, sondern zusätzlich mit einer notwendigen Strukturveränderung. Wie schon im November 2013 die Zahl von 350 nicht nachvollziehbar war, so ist auch jetzt die Zahl von 140 Entlassungen aus Sicht der IG Metall frei gegriffen. Hier sind dem Betriebsrat als Vertreter der Beschäftigten und Verhandlungspartner der Geschäftsleitung bei einem Interessenausgleich und Sozialplan noch keine näheren Informationen zur Verfügung gestellt worden.

 

"Die IG Metall wird den Betriebsrat in den Verhandlungen unterstützen, um die Zahl der Entlassungen so gering wie möglich zu halten und sozialverträglich zu gestalten", sagte Peter Spiekermann, 1.Bevollmächtigter der IG Metall Osnabrück.

 

Noch weitreichender könnten die geplanten Strukturveränderungen sein. KME Osnabrück soll in drei Profitcenter aufgeteilt werden, die zunächst noch nicht rechtlich selbständig sind. Später, wenn die Strukturen stehen, ist die juristische Aufspaltung in verschiedene GmbHs kein großer Akt.

 

"Die etwaige Ausgliederung auch nur eines Bereiches ohne die Anerkennung der Tarifverträge der Metall und Elektroindustrie käme einer Kriegserklärung an die IG Metall gleich! Wir würden dann unsere Mitglieder mobilisieren und sie notfalls zum unbefristeten Streik aufrufen, um die Tarifflucht zu unterbinden", so Osnabrücks IG Metall-Chef Spiekermann weiter.

 

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