IG Metall: Vertrauensleutekonferenz 2021 in Hannover – Wichtige Impulse für das Superwahljahr 2021/2022

  • 24.09.2021
  • News

Die Corona-Pandemie hat viele Bereiche des Arbeitslebens eingeschränkt, so auch das Wirken der IG Metall Vertrauensleute in den Betrieben. Umso schöner ist es gewesen, dass sich am heutigen Vormittag mehr als 50 Vertrauenspersonen der IG Metall in den Betrieben aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt für die diesjährige Vertrauensleutekonferenz zusammengefunden haben.

Thorsten Gröger

Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, hob bei der Veranstaltung in Hannover hervor: „Die Vertrauensleute der IG Metall sind das Gesicht der Gewerkschaft in den Betrieben. Für uns alle ist die Zeit der Pandemie eine Belastung gewesen, doch gerade die Arbeit der Vertrauensleute war in diesen Zeiten – auf Abstand – extrem schwierig. Ihre Arbeit lebt vom persönlichen, vom vertraulichen Gespräch. Fragen zur Kurzarbeit, zum Homeoffice, zum Infektionsschutz, Fragen zur Kinderbetreuung und vielfach individuelle Schicksale – mit stets einem offenen Ohr und der notwendigen Empathie stehen sie an der Seite der Beschäftigten und machen sich für Ihre Interessen stark.“

 

Im Vorfeld der Bundestagswahl am 26. September unterstrich der Gewerkschafter in seiner Eingangsrede, dass es in der laufenden Transformation und den großen bevorstehenden Herausforderungen einen aktiven Staat brauche, der „Planungssicherheit fördert und verlässlich die Interessen der Beschäftigten stets im Blick hat. Ein Staat, der sichere Brücken baut, Perspektiven aufzeigt, die Arbeitswelt von Morgen in unserem Sinne gestaltet und die Lasten gerecht verteilt. Wandel braucht Sicherheit und muss letztlich vor allem gerecht stattfinden. Ja zur Transformation – diese muss allerdings nicht nur ökologisch, sondern vor allem auch sozial stattfinden. Es braucht gute Jobs der Zukunft und bezahlbare Mobilität und Energie für alle. Das ist unsere klare Zielmarke. Dafür braucht es jedoch die notwendigen staatlichen Rahmenbedingungen und öffentliche Investitionen.“

 

Im Rahmen der Vertrauensleutekonferenz referierten Matthias Monecke und Phillip Rhein zu ihren laufenden Forschungsvorhaben zu rechtspopulistischen und antidemokratischen Tendenzen in Wirtschaftsbetrieben. Die Promovierenden veranschaulichten in ihrem Vortrag, was aus Sicht der Wissenschaft Beweggründe für rechtspopulistische Ausprägungen und Wahlneigungen seien könnten. Gröger erklärt in diesem Kontext: „Als Metallerinnen und Metaller werden wir in den Betrieben deutlich machen, dass hier kein Platz für Rechtspopulisten ist. Es gibt berechtigte Ängste, wie die Transformation gelingen, wie Arbeitsplätze erhalten werden und die Digitalisierung gemeistert werden kann. Diese Sorgen nehmen wir ernst, wollen Zukunft gestalten und Visionen sowie Wege gemeinsam aufzeigen. Wir sind die Kümmerer in den Betrieben!“

 

Mit Blick auf die anstehende Betriebsratswahl im Jahr 2022 zeigte sich Gröger zuversichtlich: „Wir möchten und werden die Kolleginnen und Kollegen im Betrieb überzeugen, dass Ihre Interessen, Anliegen und Wünsche bei der IG Metall am besten aufgehoben sind. Wir wollen die stärkste Stimme in allen Betrieben werden und werden zeigen, dass wir die richtigen Antworten auf die wichtigen Zukunftsfragen parat haben. Gemeinsam wollen wir aktiv die Transformation und die Zukunft!“