KME in Osnabrück/Intek Gruppe, Florenz

IG Metall und Betriebsrat wehren sich gegen geplante Entlassungen bei KME, Meine: „Hält das Unternehmen an der angekündigten Entlassung von bis zu 350 Beschäftigten fest, gibt es richtig Zoff.“

  • 14.11.2013
  • kw/igm
  • News, Presseinfos, Metall & Elektro, Betrieb

Osnabrück – IG Metall und Betriebsrat wehren sich gegen die von KME in Osnabrück angekündigte Entlassung von bis zu 350 Beschäftigten. Jahrelang haben die Beschäftigten des Kupferprodukte herstellenden Unternehmens auf übertarifliche Sonderzahlungen verzichtet. Während die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen Beitrag zur Standort- und Beschäftigungssicherung geleistet haben, ignorierte das Management Marktveränderungen und verschlief Innovationen. Mehrfach haben Betriebsrat und IG Metall angemahnt, neue Geschäftsfelder im Bereich der Elektromobilität und Wind-kraftbranche zu erschließen. Dagegen ging es dem Management von KME ausschließlich um kurzfristige Kostenreduzierungen zu Lasten der Beschäftigten.

„Wir werden es nicht hinnehmen, dass die durch Managementfehler verursachten Probleme die Existenz der Beschäftigten und ihrer Familien gefährdet. Hält der Vorstandsvorsitzende der KME-Muttergesellschaft, Riccardo Garré, an den angekündigten Entlassungen fest, gibt es richtig Zoff“, kündigte Hartmut Meine, Mitglied im KME-Aufsichtsrat sowie IG Metall-Bezirksleiter in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, an.

 

Meine forderte VincenzoManes, Mehrheitsaktionär von KME und Präsident des italienischen Finanzinvestors Intek mit Sitz in Florenz, auf, sich endlich seiner Verantwortung für das KME-Werk in Osnabrück zu stellen. „Während sich VincenzoManes in Italien als Wohltäter gibt, zeigt er in Osnabrück sein hartes Gesicht: Hier sollen aufgrund von Managementfehlern bis zu 350 Beschäftigte rausgeschmissen werden“.

 

"Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen, um diesen massiven Einschnitt bei der Beschäftigtenzahl zu reduzieren", sagte der stellvertretene Aufsichtsratsvorsitzende und Betriebsratsvorsitzende André Lücke. Noch bis Ende Mai 2014 läuft der Beschäftigungspakt, der einen Verzicht der Beschäftigten von jährlich 8 Millionen Euro beinhaltet und betriebsbedingte Kündigungen ausschließt.

 

Das es zukünftig bei KME in Osnabrück nicht so weiter laufen kann wie bisher, ist nach Ansicht von Peter Spiekermann, Geschäftsführer der IG Metall Osnabrück, allen klar. „Kündigungen sind aber keine Strategie! Wir brauchen Innovationen und eine strategische Neuausrichtung des Unternehmens".

 

Hinweis an die Redaktionen:

KME gehört zu den größten niedersächsischen Unternehmen. Das Werk in Osnabrück hat über 2.000 Beschäftigte. Der Umsatz in Deutschland beträgt rund 1,4 Mrd. Euro. Produziert werden Kupfer-Produkte (Kupfer-Halbzeuge), wie beispielsweise Kupferrohre für die Installation, Kupferbleche für den baunahen Bereich und die Offshore-Industrie sowie Kupfer-Kokillen für die Stahlbranche.

Die Muttergesellschaft KME AG hat Tochtergesellschaften in Italien und Frankreich. Die Tochtergesellschaft KME Bet. GmbH hat in Deutschland Werke in Berlin (Produktion von Messingrohren), in Menden (Produktion von Industrie- und Sanitärrohren) und Stolberg (Walzmaterial für die Industrie). Insgesamt arbeiten bei KME in Deutschland ca. 3.000 Menschen, davon rund 2.000 in Osnabrück.

 

Alleiniger Aktionär der KME AG ist der italienische Finanzinvestor Intek Group mit Sitz in Florenz. Präsident der Intek Group ist VincenzoManes. Vorstandsvorsitzender der KME AG ist Riccardo Garré. Geschäftsführer der KME Bet. GmbH in Osnabrück sind Egon Mackowiak, Heinz Klenen und Hans-Joachim Scheja.

(Presseinformation Nr. 66 / 2013)

 

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