Stahlindustrie

IG Metall und Betriebsräte erörtern Situation der niedersächsischen Stahlindustrie

  • 10.08.2018
  • News, Presseinfos, Tarif

Hannover/Salzgitter – Am heutigen Freitag besuchte der Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Thorsten Gröger, die Salzgitter AG, um mit IG Metall-Betriebsräten und -Vertrauensleuten die Situation der niedersächsischen Stahlindustrie zu besprechen. Insbesondere die Themen Emissionsrechtehandel und die aktuelle Handelspolitik standen hier auf der Tagesordnung.

Thorsten Gröger, Bezirksleiter IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt (Foto: Heiko Stumpe)

„Große Stärken des Wirtschaftsstandortes Deutschland sind seine geschlossenen Wertschöpfungsketten“, erläutert Thorsten Gröger. „Dies wird am Beispiel Niedersachsens so deutlich wie fast nirgendwo anders in Deutschland. Die Stahlindustrie ist wichtiger Teil einer Wertschöpfungskette, die wie keine andere für High-Tech Produkte und Exportschlager steht, beispielsweise Kraftfahrzeuge. Diese Kette muss geschützt werden.“

 

Weltweit ist die Zunahme protektionistischer Maßnahmen deutlich sichtbar, jüngstes Beispiel sind die kürzlich verhängten Zölle auf Stahlprodukte durch die USA. Hier setzt die IG Metall auf freien und fairen Handel, ohne Abschottung der Märkte aus nationalen Beweggründen und ohne Überfluten der Märkte mit staatlich subventionierten Dumpingprodukten. Im aktuellen Fall der US-Strafzölle ist die Reaktion der EU zu begrüßen.

 

Seit Ende letzten Jahres steht der Kompromiss zum Emissionsrechtehandel auf europäischer Ebene. Die IG Metall hat sich in den letzten Jahren dafür eingesetzt, dass weltweit höchste Umweltstandards in der Stahlproduktion auch weiterhin Bestand haben, ebenso wie gute, tariflich geregelte Arbeitsbedingungen. Dieses Ziel ist mit dem derzeitigen Kompromiss jedoch noch nicht erreicht. „Es drohen signifikante Kostenbelastungen für die Stahlindustrie, die ihr letztendlich die Luft nehmen, um Prozessinnovationen voranzutreiben“, so Gröger. „Der Weg zu einer C02-armen Industrie muss verantwortungsvoll und tragfähig im Gleichklang beschritten werden. Die Politik muss das Umfeld schaffen, in dem Innovationen möglich sind, gleichzeitig muss die Stahlindustrie ihrer Verantwortung nach schnellstmöglicher CO2-Senkung nachkommen. Dafür ist die Schaffung weltweit gleicher Wettbewerbsbedingungen essentiell.“

 

(Presseinformation Nr. 65/2018)

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