Alstom und Bombardier

IG Metall stellt Erwartungen an den Zusammenschluss von Alstom und Bombardier

  • 29.01.2021
  • News

Hannover - Die IG Metall stellt hohe Erwartungen an den bevorstehenden Zusammenschluss von Alstom und Bombardier, anlässlich des endgültigen Vollzugs der Übernahme (Closing) der Bahnsparte von Bombardier durch den französischen Alstom-Konzern. „Über den zukünftigen gemeinsamen Weg des europäischen Schienenfahrzeugbauers muss die Konzernleitung jetzt schnell und umfassend Transparenz herstellen“, erklärt Thomas Müller von der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Straßenbahnzüge (Foto: iStock)

Straßenbahnzüge (Foto: iStock)

Marion Koslowski-Kuzu von der IG Metall Salzgitter, die die  Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Ort betreut, stellt klar: „Die Belegschaften haben unter schwierigsten Pandemiebedingungen die Produktion aufrecht erhalten und ihren Teil für einen reibungslosen Ablauf des Zusammenschlusses beigetragen. Jetzt steht für die Beschäftigten die Erwartung an, dass Alstom auch nach der Übernahme für zukunftssichere Arbeitsplätze und Standorte sorgt. Hier muss das neue Unternehmen schnell Klarheit schaffen und die Belegschaften mitnehmen. Betriebsräte und IG Metall stehen für einen fairen und zukunftsorientierten Dialog bereit.“

 

Ebenso haben die IG Metall-Vertreter eine klare Botschaft an die Bundes- und Landespolitik: „Von der Politik erwarten wir, dass der Zusammenschluss aktiv begleitet wird und öffentliche Auftragsvergaben in der gesamten Bahnindustrie mit einem klaren Bekenntnis zum Standort Deutschland verknüpft werden“, so Müller, der im Aufsichtsrat von Alstom sitzt.  

 

Hinweis: Der neue Konzern hat in Deutschland über 9.000 Beschäftigte, weltweit 70.000. 2.500 dieser Beschäftigten arbeiten im Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, genauer gesagt in Salzgitter und Stendal.