IG Metall-Bezirkskonferenz:

IG Metall sagt Zersplitterung von Belegschaften den Kampf an

  • 20.06.2008
  • pw/dud
  • News, Presseinfos

Die prekären Beschäftigungsverhältnisse haben in der Metall- und Elektroindustrie dramatisch zugenommen. "Die Arbeitgeber verfolgen eine Politik der Zersplitterung der Belegschaften in den Betrieben", sagte Hartmut Meine auf der heutigen IG Metall-Bezirkskonferenz in Hannover.

Der Zweite IG Metall-Vorsitzende, Detlef Wetzel, zeigte sich auf der Konferenz erfreut über den Erfolg der Leiharbeitskampagne. Der Mitgliederzuwachs zeige, dass die Leiharbeitsbeschäftigten erkannt hätten, dass die Mitgliedschaft in einer starken Arbeitnehmerorganisation wie der IG Metall notwendig sei, um Arbeitsbedingungen verbessern zu können. "Gute Tarifverträge sind nur zu erreichen, wenn sich die Beschäftigten organisieren", so Detlef Wetzel.
Leiharbeitsbeschäftigte arbeiten häufig Hand in Hand mit der Stammbelegschaft, würden aber deutlich schlechter bezahlt und als Arbeitnehmer zweiter Klasse angesehen. Auch würden immer häufiger Werkstudenten und Praktikanten im Betrieb eingesetzt, um Stammbeschäftigte zu verdrängen. "Die Arbeitgeber verfolgen offensichtlich das Ziel, die Arbeits- und Leistungsbedingungen in Betrieben zu verschlechtern. Gleiches Geld für gleiche Arbeit ist ein Grundrecht. Wer das in Frage stellt, wird mit massiver Gegenwehr der IG Metall zu rechnen haben", so Hartmut Meine vor den rund 200 Betriebsräten und IG Metall-Vertrauensleuten am heutigen Freitag in Hannover.

In seiner Rede vor den Betriebsräten und IG Metall-Vertrauensleuten kritisierte Hartmut Meine die dogmatische Haltung der Arbeitgeber im Rahmen der Tarifrunde Altersteilzeit. Die geförderte Altersteilzeit habe sich als Beschäftigungsbrücke zwischen Jung und Alt bewährt. Die Arbeitsmarktchancen junger Menschen dürften nicht zusätzlich verschlechtert werden, indem man die Wiederbesetzung des Arbeitsplatzes durch einen jüngeren Menschen verhindere. "Alle profitieren von der derzeitigen Altersteilzeitregelung“, so Hartmut Meine, „ältere Beschäftigte, die gesundheitsbedingt aus dem Berufsleben ausscheiden wollen oder müssen und jüngere Beschäftigte, die im Gegenzug in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen werden."

In Anwesenheit von Ministerpräsident Christian Wulff kritisierte Hartmut Meine die Position der CDU zur geförderten Altersteilzeit. Meine zeigte sich verwundert, dass Ministerpräsident Wulff noch im Oktober letzten Jahres ein klares Bekenntnis für die Fortführung der Altersteilzeit auf der IdeenExpo abgegeben hatte, aber aktuell den Präsidiumsbeschluss der SPD zur Fortführung der Altersteilzeit kritisiere.

(Presseinformation 39/2008)

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