IG Metall kritisiert verfehlte Fachkräfteinitiative der FDP

  • 19.06.2011
  • mm/dud
  • News, Presseinfos

Hannover - Die IG Metall übt heftige Kritik an der Fachkräfteinitiative der FDP. Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, bezeichnete die Initiative der FDP-Wirtschaftsminister als völlig verfehlt. Zuwanderung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wird das Problem des Fachkräftemangels nicht lösen,“ sagt Meine.

Hartmut Meine

"Die Arbeitgeber müssen endlich umdenken: Gute Arbeits- und Leistungsbedingungen, Tariflöhne und Mitbestimmungsrechte überzeugen die Beschäftigten. Arbeitgeber die das bieten, haben keine Probleme gut ausgebildete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und Auszubildende zu finden. Dazu findet sich im Papier der FDP kein einziger Vorschlag,“ so Meine.

 

Darüber hinaus ist der Fachkräftemangel in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich zu beurteilen, sagt Meine. So besteht derzeit in Niedersachsen im Organisationsbereich der IG Metall kein Mangel an Fachkräften und jungen Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen. Allerdings, zeigt sich auch hier, dass die gut ausgebildeten Ingenieure und Techniker sehr genau darauf achten, ob der Betrieb tarifgebunden ist und gute Arbeitsbedingungen und Mitbestimmungsrechte in den Betrieben gelten. Diese Betriebe haben keinerlei Probleme Beschäftigte und Auszubildende zu finden!

 

In Sachsen-Anhalt ist der Fachkräftemangel bereits akut. Dies ist vor allem der jahrelangen Niedriglohnstrategie der Arbeitgeber geschuldet, die dazu geführt hat, dass Fachkräfte in die südlichen und westlichen Bundesländer abwandern. So verlassen 82 Prozent der Menschen, die an sachsen-anhaltischen Hochschulen ihr Studium erfolgreich beenden, das Bundesland.

 

"Dem Fachkräftemangel können am besten die Arbeitgeber entgegenwirken. Wer Nachwuchs ausbildet, gute Tariflöhne zahlt und in Weiterbildung investiert, wird im Wettbewerb um Fachkräfte gewinnen. Betriebe, die auf Leiharbeit, prekäre Arbeitsverhältnisse und Dumpinglöhne setzen, werden verlieren,“ so Meine. Vor dem Gespräch der Bundesregierung mit den Tarifvertragsparteien zum Fachkräftemangel forderte der IG Metall-Bezirksleiter die Politik auf, endlich entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen und öffentliche Fördergelder an gute Tarifbedingungen zu knüpfen. "Es ist nicht einzusehen, dass die Windkraft- und Solarbranche seit Jahren von Steuergeldern profitiert, den Beschäftigten aber Tariflöhne und Mitwirkungsrechte verweigert werden,“ sagte Meine am heutigen Sonntag in Hannover.

 

(Presseinformation 36/2011)

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