IG Metall für Atomausstieg und zukunftsorientierten Umbau der Energieversorgung

  • 10.07.2008
  • pw/dud
  • News, Presseinfos

In der aktuellen Debatte um die Nutzung von Atomenergie und die skandalösen Zustände im Atommülllager Asse, bekräftigt die IG Metall ihre strikte Ablehnung dieser nicht beherrschbaren Energieform.

Demonstration von Gegnern des Atommülllagers Asse am 5. Juli 2008

"Atomenergie ist und bleibt ein Auslaufmodell. Wenn CDU und Wirtschaftsverbände den Atomausstieg in Frage stellen wollen, werden sie mit erheblichem Widerstand der IG Metall zu rechnen haben", so Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.
 

Atomenergie ist eine endliche und teure Energiequelle. Zudem ist die Nutzung aufgrund der enormen Nutzungsrisiken sowie der ungeklärten Endlagerung des Atommülls unverantwortlich gegenüber nachfolgenden Generationen. Die IG Metall fordert eine zukunftsweisende Rohstoff- und Energiepolitik. "Wir setzen auf technische Innovationen, Energieeffizienz und den zunehmenden Einsatz von regenerativen Energien", so Hartmut Meine.
 
Seit Jahrzehnten wird in Deutschland ohne Erfolg ein geeigneter Ort für ein Atommüllendlager gesucht. Die Endlagerungsproblematik zeigt, dass der Atommüll zum gesundheitlichen Risiko für ganze Generationen wird. "Das Atommülllager Asse sollte allen Politikern und Atomlobbyisten eine Mahnung sein", so Hartmut Meine. "Zudem gaukeln einige Politiker der Bevölkerung vor", so Hartmut Meine weiter, "mit Hilfe der Atomkraft ließen sich die Energiekosten senken und die klimatischen Herausforderungen lösen. Das Gegenteil ist richtig. Außerdem werden wir es nicht zulassen, dass Niedersachsen zum Atommüll-Land gemacht werden soll."

Den dramatisch steigenden Energiekosten ist nicht mit einer rückwärtsgewandten Energiepolitik zu begegnen. Es bedarf einer Ressourcen schonenden industriellen Entwicklung, die auf Prozess- und Produktinnovationen setzt. Hartmut Meine: "Ressourcenschutz und Wirtschaftswachstum sind keine Gegensätze. Anstatt staatliche Mittel für die Erkundung von Endlagerstätten für Atommüll bereitzustellen, ist die Politik aufgefordert, Fördermittel für Forschung und Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien bereitzustellen. Dabei müssen vor allem die Möglichkeiten der Energiespeicherung im Vordergrund stehen."

(Presseinformation 44/2008)

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