IG Metall fordert 25-Stunden-Woche mit Entgeltausgleich zur Beschäftigungssicherung

  • 23.12.2009
  • pw/dud
  • News, Presseinfos, Metall & Elektro

Hannover - IG Metall und der niedersächsische Arbeitgeberverband haben die Gespräche zur Beschäftigungssicherung fortgesetzt und das von der IG Metall vorgeschlagene Sechs-Punkte-Programm erneut diskutiert. Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, forderte die Arbeitgeber auf, 2010 die Regelungen zur Kurzarbeit umfänglich zu nutzen, um Entlassungen zu vermeiden.

Für den Fall, dass die Frist von 24 bzw. 18 Monaten Kurzarbeit ausgeschöpft sein sollte, schlägt die IG Metall ein tarifliches Modell zur Beschäftigungssicherung vor: „Wenn Kurzarbeit nicht mehr geht, können mit einer 25-Stunden-Woche Arbeitsplätze gesichert werden,“ so Meine am heutigen Mittwoch in Hannover. Konkret würde das bedeuten, dass die Unternehmen nach der Kurzarbeitsphase die Arbeitszeit ohne Entgeltausgleich auf 29 Stunden gemäß Tarifvertrag absenken können. Bei weitergehenden Beschäftigungsproblemen würde in einem zweiten Schritt die Absenkung der Arbeitszeit in Niedersachsen um 4 Stunden auf 25 Stunden erfolgen können, wenn ein Entgeltausgleich von 50 Prozent gezahlt wird. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer würden dann ca. 82 Prozent ihres Nettoverdienstes erhalten, eine Beschäftigungsgarantie bekommen und einen weiteren Beitrag für sichere Arbeitsplätze in der Krise leisten.
 
Die IG Metall forderte im zweiten Sondierungsgespräch zudem erneut ein Stipendienprogramm zur Übernahme der Ausgebildeten in der Krise. Die Finanzierung wäre über staatliche Mittel von bis zu 1.100 Euro aus dem Bundesprogramm zur Aufstiegsmöglichkeit und durch einen Beitrag der Arbeitgeber von 400 Euro abgesichert. Meine forderte die Arbeitgeber auf, die sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen und nicht länger die Hände in den Schoß zu legen. Den Fachkräftemangel zu beklagen und nichts gegen ihn zu unternehmen, sei absurd.
 
Ein weiteres Gespräch zur Beschäftigungssicherung ist am 25. Januar 2010 in Hannover geplant.

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