Erste Tarifverhandlung für Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt

• IG Metall begründet Forderung von 5,5 Prozent mehr Geld • Arbeitgeber legen kein Angebot vor und wollen erst am 23. April weiterverhandeln

  • 21.03.2013
  • kw/igm
  • News, Presseinfos, Tarif, Metall & Elektro

Magdeburg – Die IG Metall hat ihre Forderung von 5,5 Prozent mehr Geld für 12 Monate für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt am heutigen Donnerstag den Arbeitgebern gegenüber dargestellt. Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer, begründete die Forderung mit der stabilen wirtschaftlichen Entwicklung der Betriebe in Sachsen-Anhalt. „Eine Krise ist nicht in Sicht,“ so Meine.

Das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle habe seine Prognose für 2013 kräftig nach oben revidiert und gehe nunmehr von einem Wachstum von 1,3 Prozent aus. Die wirtschaftliche Situation in Südeuropa habe kaum Auswirkungen auf die Auftragslage der Betriebe in Sachsen-Anhalt. Der Exportanteil der in Sachsen-Anhalt produzierten Güter sei weitaus geringer als in anderen Regionen. Daher sei eine Stärkung der Binnennachfrage auch im Interesse der Arbeitgeber, betonte Meine.

 

Verhandlungsführer Meine begründete die von der IG Metall geforderte Laufzeit des Tarifvertrages von 12 Monaten mit der Situation auf den Märkten. „Ich kenne keinen seriösen Experten, der derzeit in der Lage ist, wirtschaftliche Prognosen über 2013 hinaus abzugeben. Eine längere Laufzeit birgt damit ein erhebliches Risiko für beide Seiten,“ betonte Meine.

 

Völlig unverständlich ist es für die IG Metall, dass die Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt nicht bereit sind, mit der IG Metall den Tarifkonflikt zügig beizulegen und noch vor Ende der Friedenspflicht ein Ergebnis zu erzielen. „Die Arbeitgeber ziehen es offensichtlich vor, einen Monat in den Winterschlaf zu gehen, bevor sie bereit sind, sich erneut mit der IG Metall an den Verhandlungstisch zu setzen. Es nützt nichts, den Kopf in den Schnee zu stecken und auf den Frühling zu warten. Konflikte müssen gelöst werden, wenn sie auf der Tagesordnung stehen,“ sagte Meine am heutigen Donnerstag in Magdeburg.

 

Hinweis an die Redaktionen:

Die zweite Tarifverhandlung für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen-Anhalt findet am 23. April in Magdeburg statt.

 

Die erste Tarifverhandlung für die rund 100.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Niedersachsen findet am morgigen Freitag (22.03.) in Hannover statt.

 

 

(Presseinformation Nr. 11 / 2013)

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