Aktionstag gegen prekäre Beschäftigung

Hartmut Meine fordert bessere Bedingungen für Leiharbeitsbeschäftigte

  • 07.10.2008
  • Maik Matthias
  • News, Presseinfos

Hannover – Die IG Metall hat am heutigen Dienstag anlässlich des "Aktionstages gegen prekäre Beschäftigung" zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion in die hannoversche Innenstadt eingeladen. Gewerkschaftsvertreter, Betriebsräte und Arbeitgeber diskutierten über die schlechten Arbeitsbedingungen der Leiharbeitsbeschäftigten.

Auf dem Platz der Weltausstellung in Hannover hob Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, hervor, dass die niedersächsische IG Metall bereits 1999 einen Tarifvertrag für die damaligen Leiharbeitnehmer bei der EXPO 2000 ausgehandelt hatte. "Wir haben vor acht Jahren Neuland betreten und gegen erheblichen Widerstand bundesweit den ersten Tarifvertrag für Leiharbeiter ausgehandelt", sagte Hartmut Meine und stellte klar: "Wir sind nicht grundsätzlich gegen Leiharbeit, wollen aber, dass Leiharbeit begrenzt wird, die Beschäftigten anständig bezahlt werden und durch Tarifverträge geschützt sind."

 

Allein im IG Metall-Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sind 6 Prozent aller Beschäftigten Leiharbeiter. Immer mehr Leiharbeitsbeschäftigte setzen sich aber gegen die unhaltbaren Zustände zur Wehr und treten in die IG Metall ein. Allein in Niedersachsen sind seit Beginn des Jahres 1.800 Leiharbeitsbeschäftigte Mitglied der IG Metall geworden.

 

Die Zahl der Leiharbeiter hat seit 2003 dramatisch zugenommen. 700.000 Menschen arbeiten in Deutschland zu erheblich schlechteren Bedingungen als die Stammbelegschaften in den Betrieben. Vor diesem Hintergrund hat die IG Metall eine Kampagne gestartet, um "gleiches Geld für gleiche Arbeit" durchzusetzen.

 

(Presseinformation 62/2008)

 

Zur Bildergalerie...