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GUTE ARBEIT. SICHERE RENTE. SOZIALES EUROPA. AKTIVER STAAT.

  • 14.08.2013
  • pw/dud
  • News

Für Verteilungsgerechtigkeit bundesweit. Für einen konsequenten Politikwechsel.

Helga Schwitzer, Mitglied des Vorstands der IG Metall. Foto: © IG Metall

Sichere Renten für alle statt Altersarmut – das fordern wir Gewerkschaften. Was läuft denn aus Sicht der IG Metall falsch?

Helga Schwitzer: Der Ausblick auf ihren Ruhestand macht die Menschen unruhig: Drei von vier Befragten fordern laut der IG Metall Beschäftigtenbefragung 2013 einen grundlegenden Kurswechsel bei den sozialen Sicherungssystemen und machen ihn damit zu ihrem wichtigsten Thema. Nicht einmal jeder Dritte kann sich vorstellen, bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter zu arbeiten. 42 Prozent fürchten, dass ihre Rente später nicht reicht. Gleichzeitig sind die Betriebe auf älter werdende Belegschaften nicht eingestellt. Wir Gewerkschaften halten es für unvereinbar mit der Würde des Menschen, wenn nach 30 oder 40 Jahren Arbeitsleben nur noch der Gang zum Sozialamt bleibt.

 

Welche Folgen hat die Rentenpolitik der letzten Jahre für die Beschäftigten konkret?

Die Entscheidung für die Rente erst mit 67 Jahren ist und bleibt falsch. Sie löst keine Probleme – sie löst vielmehr nackte Angst bei vielen Beschäftigten aus. Dabei sinkt der Wert der Rente noch weiter. Wer 2011 in Altersrente ging, erhielt als Mann im Westen durchschnittlich 868 Euro, als Frau sogar nur 487 Euro. Das Rentenniveau vor Steuern soll zudem von heute 48,9 Prozent bis zum Jahr 2030 auf 43 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens sinken. Und die Rentenabschläge sind bereits heute hoch: 2011 ging fast jeder Zweite frühzeitig in den Ruhestand. Mehr als jeder zweite Neurentner muss sich mit weniger als 700 Euro aus der gesetzlichen Versicherung begnügen.


Welche Anforderungen hat die IG Metall an die neu zu wählende Bundesregierung in Sachen Rente?

Statt das Renteneintrittsalter weiter hochzuschrauben, fordern wir Alternativen für eine gute Rente. Das Rentenniveau muss wieder angehoben und solidarisch fi nanziert werden. Wir wollen eine gesetzliche Rente, die zum Leben reicht, und zwar zu einem guten Leben! Wir werben für einen Politikwechsel auch bei der Rente – die Menschen sind auf unserer Seite: Die Rente erst mit 67 Jahren gehört abgeschafft, stattdessen müssen fl exible Ausstiegsmöglichkeiten her. Dazu gehören eine neue Altersteilzeit und die Möglichkeit, nach 40 Versicherungsjahren ab dem 60. Lebensjahr abschlagsfrei in Rente gehen zu können.

 

Demonstration:
Auftakt 11.00 Uhr Goseriede und Schützenplatz
13.00 UHR, OPERNPLATZ HANNOVER

 

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