Bosch

Gemeinsame Presseerklärung des Betriebsrates der Robert Bosch GmbH Werk Hildesheim und der EM-motive GmbH und der IG-Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim

  • 22.10.2013
  • kw/igm
  • Betrieb

Mit Wut und Unverständnis haben Betriebsrat und die örtliche IG-Metall aus der Presse entnehmen müssen, dass Bosch in Hildesheim 400 Arbeitsplätze abbauen will und Produktionsumfänge ins Ausland verlagern will. Offensichtlich will die Werkleitung am Standort Hildesheim ihr seit längerem angekündigtes Outsourcingkonzept mit Nachdruck durchsetzen. Eine Verständigung mit dem Betriebsrat ist hierüber bisher nicht erfolgt. Ein derartiges Vorgehen überrascht die Arbeitnehmervertreter, da es bisher kein übliches Bosch-Vorgehen war. Aus Sicht des Betriebsrates und der IG-Metall würde die ersatzlose Reduzierung der Starterproduktion in Hildesheim die Zukunftsfähigkeit des Standortes massiv einschränken. Vielmehr wäre es notwendig, ein nachhaltiges Zukunftskonzept zu erarbeiten, d.h. neue zukunftsorientierte Produkte und Produktionsverfahren zu entwickeln.

Der Betriebsrat und die örtliche IG-Metall entwickeln Lösungsansätze. In den bisherigen Gesprächen ist die Werkleitung bisher nicht darauf eingegangen.

Eine nachhaltige Zukunftslösung für den Standort Hildesheim ist auch deshalb notwendig, da Bosch offensichtlich nicht nur die Starterproduktion in Frage stellt, sondern auch die Zukunft der Lenkmotorenfertigung mit ca. 250 Beschäftigten am Standort offen lässt.

Eine Auslastung dieses Produktionsbereiches ist nur bis Ende 2015 gegeben.

 

Wettbewerbsfähigkeit, zukunftsweisende Kompetenzen, Produktivität, Motivation und Flexibilität haben die Beschäftigten in den letzten Jahren und bis heute immer wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die kompetente und hochwertige Entwicklung und Fertigung von Elektromotoren mit und ohne Seltene-Erden-Magnete zeichnet den Standort aus und ist aus unserer Sicht die Basis für ein zukunftsweisendes Konzept.

 

„Aus Sicht des Betriebsrates besteht überhaupt keine Notwendigkeit mit übereilten kurzfristigen Maßnahmen die Situation zu verschärfen,“ sagte der Betriebsratsvorsitzende Stefan Störmer.

Uwe Mebs, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Alfeld/Hameln/Hildesheim: „Es ist überhaupt nicht verständlich und ersichtlich warum beim derzeitigen Gesprächsstand die Belegschaft durch nicht nachvollziehbare Verlautbarungen der Werkleitung verunsichert wird.

Auch bei Bosch kann man Zukunft nur mit und nicht gegen die Belegschaft gestalten.“

 

Die IG Metall und der Betriebsrat fordern die Werkleitung auf, kreativ an Zukunftsperspektiven des Standortes zu arbeiten, statt mit Brachialgewalt ein Outsourcingkonzept umzusetzen.

Statt Kompetenzen und Erfahrungen am Standort mutwillig zu zerschlagen, verlangt der Betriebsrat und die IG-Metall ernsthafte Verhandlungen zur langfristigen Sicherung des Bosch-Standortes und seiner Arbeitsplätze.

Uwe Mebs: „Die hier arbeitenden Menschen und die Region Hildesheim brauchen industrielle Strukturen und zukunftsfähige Arbeitsplätze als Wirtschaftsmotor in der Region für Wohlstand und Zukunftsperspektive der hier lebenden Menschen.“

 

Betriebsrat und IG-Metall werden für den Beschäftigungserhalt streiten.

 

 

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