I-connection Netzwerktreffen am 10. März

Empowerment und Mitbestimmung: selbstbestimmte Office-Arbeit

  • 19.03.2021
  • News, Video, i-connection

Beim heutigen i-connection Netzwerktreffen diskutierten die Teilnehmer*innen Dimensionen und Möglichkeiten selbstbestimmter Arbeit im Büro. Hauptfragen waren, welche Entwicklungen in der Office-Arbeit zu erwarten sind und durch welche Rahmenbedingungen diese im Sinne der Beschäftigten gestaltet werden können.

So machten die Referent*innen klar, dass sich Digitalisierungstendenzen nicht nur allein auf einer technischen Ebene bewerten lassen. Vielmehr zeichnet sich ab, dass sich mit der Digitalisierung auch die Organisation von Arbeitsprozessen verändert. Hier ergeben sich Spielräume für Beschäftigte, diese in ihrem Sinne zu gestalten.


Dass diese Gestaltung auch Rahmenbedingungen benötigt, machten die Diskussionen deutlich. Unternehmen fordern vermehrt Flexibilität auf Seiten der Arbeitnehmer*innen. Diese Anforderungen dürfen jedoch keine Einbahnstraße sein. Hier können Tarifverträge helfen, missbräuchliche Arbeitszeiten zu vermeiden und Arbeit und Privatleben besser zu vereinbaren.


Ein weiterer wichtiger Faktor im Zuge vermehrter Digitalisierungsprozesse sind Fragen der Qualifikation. Neue Geschäftsmodelle und technische Entwicklungen zu veränderten Qualifizierungsanforderungen. Damit solche Unternehmensumbrüche sozial und ohne Beschäftigungsabbau gestaltet werden, sind die Mitbestimmungsakteure gefordert, Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge im Sinne der Beschäftigten abzuschließen. Es zeigt sich, dass durch solche Absprachen eine angstfreie, selbstbestimmte und wertschätzende Qualifizierung möglich ist.


Um diese Fragen zu bündeln, hat der Angestelltenausschuss der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt Thesen zur guten Arbeit im (Home-) Office aufgestellt. Es gilt, diese Ansprüche an guter Arbeit betrieblich um- und durchzusetzen. Mitbestimmung spielt dabei eine zentrale Rolle und ist ein positiver Gestaltungsfaktor.