Dritte Gesprächsrunde zur Angleichung der wöchentlichen Arbeitszeit in der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie

Eine Einigung um jeden Preis wird es mit uns nicht geben!

  • 07.05.2019
  • News

Zum dritten Gespräch zur Angleichung der Arbeitszeit in Ostdeutschland verhandelten die ostdeutschen Tarifparteien der Metall- und Elektroindustrie am vergangenen Freitag, den 3. Mai, in Magdeburg. In den Verhandlungen wurde scharf und kontrovers über die gegensätzlichen Vorstellungen diskutiert.

Im April hatten sich Arbeitgeber und IG Metall auf das Ziel verständigt, im ersten Halbjahr 2019 für alle ostdeutschen Tarifgebiete ein Tarifergebnis zur Angleichung zu erreichen.

Die IG Metall will eine verbindliche tarifliche Regelung zu einer Verkürzung der Arbeitszeit, die bei den Beschäftigten ankommt. Dafür braucht es einen Tarifvertrag mit klar definierten Zeiträumen zur Absenkung der Arbeitszeit. Das Modell der IG Metall sieht vor: Bis 2030 muss die Arbeitszeitverkürzung in allen tarifgebundenen Betrieben komplett umgesetzt sein. Der Tarifvertrag soll einen Einführungskorridor mit Bandbreitenmodell regeln.

„Dieses Modell ist ein deutliches Angebot an die Arbeitgeber“, stellt Bezirksleiter Thorsten Gröger fest und fährt fort: „Noch 30 Jahre nach dem Fall der Mauer müssen die Beschäftigten der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie drei Stunden pro Woche länger arbeiten als ihre Kolleginnen und Kollegen im Westen. Wir erwarten von den Arbeitgebern, hier Gestaltungswillen zu zeigen, den Weg der Angleichung zu beschreiten und so auch einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft zu leisten. Es kann nicht angehen, die Regelung der Arbeitszeiten komplett an die Betriebsparteien zu delegieren. Die Arbeitgeber sind jetzt aufgefordert, über tarifliche Lösungen zu verhandeln.“

 

Dem Vorhaben der Arbeitgeber aus der Arbeitszeitverkürzung eine dauerhafte bezahlte Verlängerung der Wochenarbeitszeit zu machen, hat die Gesprächskommission eine klare Absage erteilt.

Entscheidend wird das nächste Gespräch mit den Arbeitgebern am 21. Mai in Berlin sein. „Bis dahin erwarten wir einen konstruktiven Vorschlag, um das gemeinsame Ziel einer Einigung zu ermöglichen. Eine Einigung um jeden Preis wird es aber mit uns nicht geben“, so Gröger.

Am 16. Mai werden die Tarifkommissionen aller ostdeutschen IG Metall Bezirke in einer gemeinsamen Sitzung in Berlin über die weitere Strategie beraten.

 

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