Kfz-Tarifrunde

7,1 Prozent mehr Geld für Beschäftigte in Autohäusern und -werkstätten

  • 18.04.2008
  • pw/dud
  • News, Kfz-Handwerk

Hannover. - 18.04.2008 Die IG Metall hat in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten in Autohäusern und -werkstätten 7,1 Prozent höhere Entgelte durchgesetzt. Der mit dem Unternehmensverband des Kfz-Gewerbes am heutigen Freitag erzielte Tarifkompromiss sieht dreistufige Einkommenssteigerungen vor: Ab 1. April 2008 steigen die Entgelte um 2,9 Prozent, ab Dezember um 2 Prozent und in einem dritten Schritt werden die Entgelte ab Dezember 2009 um weitere 2,2 Prozent angehoben. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 100 Euro. Die Laufzeit des Tarifvertrages endet am 30. April 2010. Von dem Tarifergebnis profitieren zum jetzigen Zeitpunkt rund 10.000 Beschäftigte in 450 niedersächsischen Betrieben und Innungen.

Die Tarifvertragsparteien haben zudem einen Altersteilzeittarifvertrag abgeschlossen. Beschäftigte der Jahrgänge 1953 und 1954 haben damit die Möglichkeit zu akzeptablen Bedingungen vorzeitig aus dem Berufsleben auszusteigen und jüngere Beschäftigte erhalten die Chance auf eine Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis nach der Ausbildung. "Offensichtlich sind auch die Arbeitgeber im Handwerk der Auffassung, dass die Beschäftigungsbrücke Altersteilzeit notwendig ist, um den demografischen Wandel im Betrieb zu bewältigen", so Hartmut Meine, IG Metall Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Vor diesem Hintergrund forderte Hartmut Meine die Bundesregierung erneut auf, die geförderte Altersteilzeit über 2009 hinaus über die Bundesagentur für Arbeit zu fördern.

Verhandlungsführer Thorsten Ohst bewertete das Ergebnis als ersten Teilerfolg und forderte die Innungen Niedersachsen-Mitte und Osnabrück auf, in der nächsten Verhandlungsrunde am kommenden Montag (21.04.) den Tarifkompromiss zu übernehmen. Von den Tarifverhandlungen mit den beiden Innungen sind rund 10.000 Beschäftigte in etwa 800 niedersächsischen Betrieben betroffen.

Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, kündigte an, dass die nicht tarifgebundenen Autohäuser und -werkstätten sich auf Proteste der Beschäftigten einzustellen hätten. "Alle Beschäftigten im Kfz-Handwerk haben ein Recht auf tariflich abgesicherte und angemessene Entgelte und Arbeitsbedingungen. Wir werden jede Innung, jedes Autohaus und jede Werkstatt benennen, die nicht bereit sind, die Beschäftigten anständig und fair zu bezahlen."

An den Warnstreiks im Kfz-Handwerk haben sich seit Ende der Friedenspflicht 1.700 Beschäftigte aus 54 Betrieben beteiligt.

(Presseinformation 26/2008)

UPDATE: Bei den Verhandlungen zwischen IG Metall und den Kfz-Innungen Niedersachsen-Mitte und Osnabrück wurde bislang kein Ergebnis erzielt.
Während der letzten Verhandlungsrunde am 21. April weigerten sich die Innungs-Arbeitgeber, den Tarifkompromiss zu übernehmen, der am Freitag zwischen der IG Metall und dem Unternehmensverband des Kfz-Gewerbes abgeschlossen worden war. Die Verhandlungen sind auf den 5. Mai vertagt worden.

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