Tarifergebnis für das Handwerk erzielt

3,4 Prozent mehr Geld, bundesweit erstmalig Flächentarifvertrag für Studierende

  • 28.08.2011
  • pw/dud
  • News, Presseinfos, Studierende, Metallhandwerk

Hannover - 36.000 Beschäftigte in 1.800 Betrieben des Metall verarbeitenden Handwerks in Niedersachsen erhalten ab Oktober diesen Jahres 3,4 Prozent mehr Geld. Darüber hinaus konnte die IG Metall bundesweit erstmalig einen Flächentarifvertrag für Studierende im Praxisverbund durchsetzen. Davon profitieren junge Menschen, die eine Ausbildung und ein Studium miteinander kombinieren.

Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, betonte, dass die Handwerksbranche mit dem Tarifvertrag für Studierende den Arbeitgebern in der Metall- und Elektroindustrie weit voraus sei. „Während sich NiedersachsenMetall weigert, mit der IG Metall einen Tarifvertrag für Studierende im Praxisverbund abzuschließen, haben die Handwerksbetriebe erkannt, dass man dem drohenden Fachkräftemangel nur mit guten tariflichen Bedingungen begegnen kann. Daran sollte sich NiedersachsenMetall endlich ein Beispiel nehmen.“


Von der Entgelterhöhung um 3,4 Prozent profitieren Beschäftigte des Metall verarbeitenden Handwerks, des Landmaschinenbaus und des Kältetechnik-Handwerks in Niedersachsen. Das Tarifergebnis sieht eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 40 Euro pro Ausbildungsjahr vor. Das entspricht im ersten Ausbildungsjahr einer Steigerung um 9 Prozent.


Der Rahmentarifvertrag für die junge Generation beinhaltet umfassende Förderungen von Studierenden im Praxisverbund: Die Handwerksbetriebe übernehmen die Studiengebühren und unterstützen Studierende zusätzlich während der Regelstudienzeit monatlich in Höhe der Ausbildungsvergütung. Neben der umfassenden Förderung von Studierenden ist im Tarifvertrag geregelt, dass ausgebildete Handwerker grundsätzlich für 12 Monate in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen werden. Zudem werden Beschäftigte, die sich zum Meister oder Techniker fortbilden wollen, 24 Monate mit monatlich 300 Euro durch den Handwerksbetrieb gefördert. Hinzu kommen öffentliche Mittel (‚Meisterbafög’). Der Rahmentarifvertrag für die junge Generation tritt ab 1. September 2011 in Kraft und bietet den Betriebsparteien die Möglichkeit, den demografischen Wandel in den Betrieben zu gestalten.


IG Metall-Verhandlungsführer Wilfried Hartmann bezeichnete das Verhandlungsergebnis als tariflichen Meilenstein für das Handwerk. „Dieser Tarifvertrag wird dazu beitragen, die Attraktivität des Handwerks für Auszubildende weiter zu erhöhen. Davon profitieren beide Seiten: Die Handwerksbetriebe können im Wettbewerb um die junge Generation besser bestehen und Handwerkern bietet der Tarifvertrag eine gute berufliche Perspektive.“ Jetzt gehe es um die Umsetzung des Tarifvertrages in den Betrieben, sagte Hartmann. Dann würden die jungen Menschen auch bereit sein, eine Ausbildung zum Kälteanlagenbauer, Servicetechniker oder Landmaschinenmechaniker aufzunehmen.


Die Laufzeit des Entgelttarifvertrages beträgt 15 Monate.

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