MAN Truck & Bus

2.550 Arbeitsplätze am Standort in Salzgitter abgesichert. Hartmut Meine: „Andere Konzerne sollten sich an langfristiger Standortsicherung ein Beispiel nehmen.“

  • 24.06.2015
  • kw/igm
  • News, Presseinfos, Metall & Elektro, Betrieb

Hannover/Salzgitter – Betriebsrat und IG Metall haben mit dem Management der MAN Truck & Bus (MTB) eine nachhaltige Rahmenvereinbarung zur Standort- und Beschäftigungssicherung abgeschlossen. Das Unternehmen sagt zu, die Investitionen auszubauen, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig abzusichern. Mit der Vereinbarung werden am Standort Salzgitter rund 2.550 Arbeitsplätze nachhaltig abgesichert. Von der Vereinbarung profitieren neben Salzgitter die Standorte München, Nürnberg, Plauen sowie der Standort Steyr in Österreich.

Das MAN Truck & Bus Werk in Salzgitter. Foto: MAN Truck & Bus AG

Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, zeigte sich mit dem erzielten Ergebnis zufrieden: „Betriebsbedingte Kündigungen sind durch den jetzt vereinbarten Umbau des MAN-Standortes Salzgitter vom Tisch. Niemand wird seinen Arbeitsplatz verlieren. Die Zahl der Arbeitsplätze bleibt erhalten. Andere Konzerne, die leichtfertig mit Entlassungen kalkulieren, sollten sich an dieser langfristigen Standort- und Beschäftigungssicherung ein Beispiel nehmen.“

 

Die örtliche Standort- und Beschäftigungsvereinbarung sieht für das Werk Salzgitter den Umbau vom fahrzeugbauenden Standort zum Komponentenwerk und Ersatzteillogistikcenter vor. Zukünftig werden im Werk Salzgitter die nichtangetriebenen Achsen für MAN gefertigt. Zudem wird die Getriebeaufbereitung (Remanufacturing) für Fahrzeuge der Marke MAN am Standort erfolgen. Ziel ist es, die bisher von Dritten geleistete Getriebeaufbereitung ebenfalls am Standort vorzunehmen. Darüber hinaus wird das Werk zum Entwicklungsstandort für den Bereich Achsen und Kurbelwellen ausgebaut.

 

Hilmar Pawel, Betriebsratsvorsitzender im MAN-Werk Salzgitter, ist erleichtert über die geschlossene Vereinbarung. „Dass die Entlassungen vom Tisch sind und die Arbeitsplätze erhalten bleiben, ist eine sehr große Erleichterung. Endlich hat der Standort wieder eine Perspektive. Alle atmen auf. Dennoch wird es für einige Beschäftigte nicht einfach sein, zukünftig Komponenten herzustellen. Die Identifikation mit dem Produkt LKW ist immer sehr hoch gewesen.“

 

Brigitte Runge, Geschäftsführerin der IG Metall Salzgitter-Peine, findet die Vereinbarung recht ordentlich. Vor allem dass der MAN-Standort auf sichere Beine gestellt wird. „Für uns in der Region ist das eine sehr gute Nachricht. Neben dem Volkswagen Motorenwerk haben wir mit MAN einen weiteren, gut aufgestellten, Komponentenhersteller. Besonders wichtig ist, dass der Entwicklungsbereich im Werk ausgebaut wird und es eine langfristige Zukunft gibt.“

 

Gunnar Kilian, Geschäftsführer des VW-Konzernbetriebsrats, sagte: „Wir haben die Kollegen in den Verhandlungen mit der MAN eng begleitet. Auch wir kennen die Umbrüche auf neue Produkte, die wir in unseren Komponentenwerken in den vergangenen Jahren zu einer Erfolgsgeschichte gemacht haben. Unsere Werke in Braunschweig und das VW-Werk in Salzgitter zeigen das eindrucksvoll. Komponente ist bei Volkswagen Kernkompetenz, das soll künftig auch bei MAN in Salzgitter gelten. Die Kolleginnen und Kollegen der MAN in Salzgitter, aber auch an den anderen Standorten von München über Nürnberg bis nach Steyr, können sich darauf verlassen, dass wir den Umbauprozess im Sinne der Beschäftigten eng begleiten werden.“

 

(Presseinformation Nr. 67/2015)

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