Fachtagung"„Gute Arbeit - Anforderung an eine innovative Arbeitsgestaltung als Zukunftsaufgabe"

IG Metall will Arbeitsprozesse menschengerecht(er) gestalten

  • 30.10.2019
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Auf der gestrigen Fachtagung "Gute Arbeit" haben sich rund 70 Betriebsräte und Schwerbehindertenvertretungen mit Themen der innovativen und menschengerechten Arbeitsgestaltung auseinandergesetzt. "Belastungen im Arbeitsalltag nehmen stetig zu. Es gilt, diese in den Fokus der Arbeit der Interessensvertretungen zu nehmen, um weitere Veränderungen im Arbeitsprozess menschengerecht(er) zu gestalten", sagt der Bezirksleiter Thorsten Gröger gleich zu Beginn. "Das gute Tarifergebnis im letzten Jahr hat gezeigt, wie wichtig den Beschäftigten ein Ausgleich durch freie Tage statt durch mehr Geld ist".

Betriebsräte haben laut Gesetzen viele Handlungsmöglichkeiten. Das Arbeitsschutzgesetz gibt den Arbeitgebern viele Pflichten, die Betriebsräte haben die Aufgabe der Kontrolle.

 

Hier gab es auf der Fachtagung viele gute Hinweise und Unterstützungsangebote. Im Sozialgesetzbuch IX ist neu die Inklusionsvereinbarung festgeschrieben. Diese Gesetzesregelung löst die bisherige Integrationsvereinbarung ab. Die Inklusionsvereinbarung wird zwischen Arbeitgeber, Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung abgeschlossen. Das Integrationsamt kann an der Erstellung helfen. Über eine Inklusionsvereinbarung können Themen wie Belastung, Qualifizierung, Personalbemessung und Arbeitsgestaltung geregelt werden. Ziel ist die bessere Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben. Karoline Kleinschmidt, Bezirkssekretärin, forderte die Teilnehmer*innen auf, Verhandlungen über eine ganzheitliche Gefährdungsbeurteilung oder über eine Inklusionsvereinbarung zu führen. Parallel zu anderen Themen im Betriebsrat sollte der Fokus verstärkt auf die Belastungen der Beschäftigten gelenkt werden. Dies sollte nicht als Mehrarbeit gesehen werden.