Haus- und Versorgungstechnik in Niedersachsen

Die Tarifforderung steht: 5,5% mehr Geld und früher in die Rente

  • 16.07.2019
  • News, Sanitär-, Heizung-, Klima- und Klempnertechnik

Ausgesprochen positiv ist die aktuelle Geschäftslage im Handwerk. Im ersten Quartal erreicht sie im Bau und Ausbaugewerbe ihren bisherigen Höchstwert zu einem Jahresbeginn überhaupt. Die Hochkonjunktur am Bau lässt die Geschäfte in den Handwerksbetrieben rund laufen.

In diese ausgesprochen gute wirtschaftliche Lage passt die Forderung der diesjährigen Tarifrunde der Haus- und Versorgungstechnik in Niedersachsen. Am vergangenen Freitag fasste die Tarifkommission einstimmig den Beschluss, die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen zum 01. September 2019 um 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten zu erhöhen. Außerdem fordern wir die Einführung eines Tarifvertrages zum Ausgleich von Rentenabschlägen.
 

Die Belastungen auf den Baustellen und Arbeitsplätzen werden viele Beschäftigte vorzeitig in die Rente zwingen. Davon gehen mehr als die Hälfte aller Beschäftigten nach Umfragen schon heute aus. Doch wer vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente gehen muss, erleidet für jeden Monat des früheren Ausstiegs einen Rentenabschlag von 0,3 % seiner gesetzlichen Rente – und dass ein Leben lang. Diese Rentenabschläge können ab dem 50. Lebensjahr mit monatlichen Zahlungen in die gesetzliche Rentenkasse ausgeglichen werden. Wir fordern von den Arbeitgebern daher einen fairen finanziellen Ausgleich dieser Rentenabschläge.