Tarifrunde Volkswagen-Töchter

Verhandlungsauftakt bei den Volkswagen-Töchtern endet ohne Angebot der Arbeitgeber

  • 19.01.2018
  • News, Presseinfos, Volkswagen, Metall & Elektro

Hannover – Die ersten Verhandlungen für die rund 11.500 Beschäftigten der Volkswagen Group Services GmbH, der SITECH Sitztechnik GmbH sowie der Kernbelegschaften der Autostadt GmbH, Wolfsburg AG, Volks-wagen Group Services GmbH sowie AutoVision – Der Personaldienstleister GmbH & Co. OHG endeten in dieser Woche ohne Ergebnis und wurden auf den 8. beziehungsweise 12. Februar vertagt.

Thilo Reusch, Verhandlungsführer und Politischer Sekretär

In den drei Verhandlungsrunden erläuterte die IG Metall das Forderungspaket für die diesjährige Tarifrunde. Das Paket umfasst die Erhöhung der Entgelte um 6 Prozent für 12 Monate sowie eine Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung. Zusätzlich soll über eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben sowie über eine Freistellung der Auszubildenden und Studierenden im Praxisverbund zur Prüfungsvorbereitung gesprochen werden.

 

Thilo Reusch, Verhandlungsführer für sämtliche Volkswagen-Töchter, kommentierte den Verhandlungsverlauf: „Die Mitglieder der einzelnen Verhandlungskommissionen sind über das Verhalten der Arbeitgeberseiten sehr enttäuscht. Obwohl die Forderungen den Arbeitgebern schon im November 2017 übermittelt wurden, sahen diese sich nicht in der Lage, der IG Metall ein Angebot zu unterbreiten und damit die Tarifrunde schnell zu beenden. Dabei profitieren die Unternehmen von der guten Geschäftsentwicklung bei der Volkswagen AG, die einen Absatzrekord nach dem anderen aufzuweisen hat. Die gute Arbeit der Kolleginnen und Kollegen wird hier nicht honoriert und die Verhandlungen werden verschleppt. Das werden sich die Kolleginnen und Kollegen nicht gefallen lassen. Die Friedenspflicht bei der Volkswagen AG und den Volkswagen-Töchtern endet am 31. Januar 2018. Die Geschäftsführer der Tochterunternehmen haben hier eine Chance verpasst, einen deutlichen Willen zur Einigung zu zeigen.“

 

Die Betriebsratsvorsitzenden aus den einzelnen Unternehmen, Ali Naghi (Volkswagen Group Services GmbH), Wissam Harb (SITECH Sitztechnik GmbH), Thorsten Bentlage (Autostadt GmbH) und Margarete Schellenberg (Wolfsburg AG) waren sich einig, dass dieses Verhalten der Arbeitgeber bei den Belegschaften nicht gut ankommen werde und kündigten an: „Die Beschäftigten werden die passenden Antworten auf dieses Verhalten finden.“

 

Die nächsten Verhandlungen für die Volkswagen Group Services GmbH sowie die Tarifgemeinschaft finden am 8. Februar 2018 und die nächste Verhandlung für die SITECH Sitztechnik GmbH findet am 12. Februar 2018 statt.

 

(Pressemitteilung Nr. 16/2018)

 

Weitere Informationen siehe Flugblatt:

 

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