Metallerinnen und Metaller zeigen Stärke

• 39.000 Beschäftigte der Volkswagen-Standorte beteiligen sich an Informationsveranstaltungen und spontanen Aktionen • Mehr als 5.000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie beteiligten sich am heutigen Dienstag an Warnstreiks

  • 17.02.2015
  • News, Presseinfos, Tarif, Metall & Elektro, Volkswagen

Hannover – Parallel zu den Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie, beteiligten sich an spontanen Aktionen insgesamt rund 39.000 Beschäftigte der Volkswagen-Standorte in Wolfsburg, Kassel, Hannover, Braunschweig, Salzgitter und Emden. An den dezentralen Informationsveranstaltungen am Volkswagen-Standort Wolfsburg nahmen mehr als 20.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer teil. In Kassel fand eine Aktion von 3.500 Beschäftigten statt, in Hannover beteiligten sich rund 6.000 Beschäftigte an einer öffentlichen Aktion, in Braunschweig nahmen 2.500 Beschäftigte an der spontanen Aktion teil, in Salzgitter waren 2.000 Volkswagen-Beschäftigte beteiligt und in Emden nahmen daran rund 5.000 Beschäftigte teil.

Spontane Aktion bei VW Wolfsburg (Foto: Uwe Stoffregen)

Bildergalerien von den Volkswagen-Info-Veranstaltungen in

 

IG Metall-Verhandlungsführer und Bezirksleiter Hartmut Meine sprach im Rahmen der Informationsveranstaltungen am Volkswagen-Stammsitz in Wolfsburg. „Aus den Volkswagen-Standorten geht heute eine deutliche Warnung an den Vorstand des größten europäischen Automobilherstellers aus: Die Beschäftigten bei Volkswagen und in der Fläche ziehen an einem Strang und akzeptieren kein mickriges Angebot von 2,2 Prozent. In der Fläche und bei Volkswagen müssen die Arbeitgeber ihre Angebote deutlich verbessern.“


Bernd Osterloh, Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzender der Volkswagen AG, betonte in Wolfsburg: „Wenn sich das Unternehmen im Tarifkonflikt nicht endlich bewegt, werden wir uns hier beim nächsten Mal mit deutlich mehr Beschäftigten wiedersehen. Gerade an den deutschen Volkswagen-Standorten sind Sonderschichten und Mehrarbeit fast schon an der Tagesordnung. Unser Engagement und unseren Einsatz weit über das normale Maß hinaus gibt es nicht zum Nulltarif. Das werden wir dem Unternehmen deutlich machen.“

 

In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt haben auch am heutigen Dienstag massive Warnstreiks stattgefunden. Mehr als 5.000 Beschäftigte aus 31 Betrieben der Metall- und Elektroindustrie legten zeitweise ihre Arbeit nieder. Die größten Warnstreiks im IG Metall Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt fanden in Salzgitter mit rund 3.000 Beschäftigten aus 10 Betrieben, in Braunschweig mit rund 1.200 Beschäftigten aus 9 Betrieben und in Einbeck mit rund 400 Beschäftigten aus drei Betrieben statt.

 

In Hettstedt, Sachsen-Anhalt, legten 250 Beschäftigte von MKM, nkt cables und Aluwerk zeitweise ihre Arbeit nieder. In Ilsenburg beteiligten sich rund 120 Beschäftigte von ThyssenKruppPresta und Bochumer VT an Warnstreiks.

 

Seit Ende der Friedenspflicht nahmen insgesamt rund 32.500 Beschäftigte aus 253 Betrieben an Warnstreiks teil.

Massive Warnstreik-Aktionen am 18. Februar:

  • Zum Auftakt der dritten Verhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt werden Beschäftigte vor dem Verhandlungshotel Ratswaage in Magdeburg, ab 10.00 Uhr ihrer Forderung nach 5,5 Prozent mehr Geld, Altersteilzeit und Bildungsteilzeit Nachdruck verleihen. Es spricht Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter.
  • In Göttingen findet ein großer Warnstreik-Aktionstag statt. Es beteiligen sich Beschäftigte aus 17 Betrieben der Region. Ansprechpartner: Ulf Halbauer, Mobil: 0160/5330198.
  • In Hameln werden Beschäftigte aus 13 Betrieben an einer Warnstreikdemonstration mit anschließender Kundgebung teilnehmen. Ansprechpartner: Mike Wasner, Mobil: 0160/5330060.
  • In Osnabrück wird es eine große Warnstreik-Aktion mit Kundgebung vor dem Hauptbahnhof geben. Ansprechpartner: IG Metall-Bevollmächtigter Stephan Soldanski, Mobil: 0160/5330248.

Massive Warnstreik-Aktionen am 19. Februar:

  • In Osterode findet ein großer Warnstreik-Aktionstag statt. Es beteiligen sich Beschäftigte aus 12 Betrieben der Region. Es spricht IG Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine. Ansprechpartner: Ulf Halbauer, Mobil: 0160/5330198.
  • In Hildesheim werden Beschäftigte aus 10 Betrieben an einer großen Warnstreik-Aktion mit Kundgebung teilnehmen. Ansprechpartner: Mike Wasner, Mobil: 0160/5330060.
  • In Lehrte werden die Miele-Beschäftigten eine Warnstreik-Aktion in der Innenstadt durchführen. Ansprechpartner: Rainer Näbsch, Mobil: 0175/2673544. 

Bilder von Warnstreiks finden Sie auf dieser Webseite und den Webseiten der IG Metall-Verwaltungsstellen. Über weitere Warnstreiks werden wir kurzfristig informieren.  

 

(Presseinformation Nr. 35/2015)

 

 

 

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