Tarifrunde Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie

Noch keine Basis

  • 15.12.2017
  • News, Tarif, Holz & Kunststoff

IG Metall und Arbeitgeber liegen in den Tarifverhandlungen für die Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie meilenweit auseinander. Der Branche geht es gut, doch die Arbeitgeber bieten lediglich eine Lohnerhöhung unterhalb der Inflationsrate.

Wilfried Hartmann, IG Metall Verhandlungsführer Niedersachsen und Bremen

Ohne Ergebnis endete am Donnerstag in Hannover die zweite Verhandlungsrunde in der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie (HVI) für Niedersachsen/Bremen und Nordrhein-Westfalen. Die IG Metall fordert bei einer Laufzeit von 12 Monaten 6 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten und einen Extra-Zuschlag für die Auszubildenden. Die Arbeitgeber legten nun in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vor: 1,5 Prozent mehr vom 1. Mai 2018 an, ein Jahr später weitere 1,3 Prozent. Für die ersten vier Monate des kommenden Jahres wollen die Arbeitgeber gar keine Erhöhung zahlen. Die Laufzeit soll nach den Vorstellungen der Arbeitgeber 22 Monate betragen.

Die Tarifkommission der IG Metall sieht mit diesen Zahlen keine Basis, um abzuschließen. „Wir akzeptieren kein Angebot, das einen Reallohnverlust bedeuten würde und unter der Inflationsrate liegt “, sagt Wilfried Hartmann, Verhandlungsführer der IG Metall für Niedersachsen und Bremen. Allein der VDN Geschäftsklimaindex für die Möbelindustrie sowie die Küchenmöbelindustrie legte im November um 19 Prozent zu, ergänzt er.

Die Geschäftserwartungen liegen auch für 2018 auf einem hohem Niveau. „Die qualitativ hochwertige Arbeit der Beschäftigten der Branche wird mit diesem Angebot mit Füßen getreten“. Die IG Metall wird nicht hinnehmen, dass die Arbeit der Beschäftigten der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie weniger wert sein soll als in allen anderen Branchen der Republik. „

 

Die weiteren Verhandlungen sind für den 22. Januar 2018 verabredet.

 

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