Große Tarifpolitische Konferenz: IG Metall startet in die Tarifrunden 2016

• Hartmut Meine: „Wir gehen engagiert und selbstbewusst in die Tarifrunde.“ • Jörg Hofmann: „Wir setzen weiter auf die Erhöhung der Reallöhne und faire Verteilung.“

  • 13.01.2016
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Hannover – Das erste Halbjahr 2016 prägen die Tarifrunden für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie sowie für die Volkswagen-Beschäftigten und der Financial Services. Mit der Großen Tarifpolitischen Konferenz hat die IG Metall die Forderungsdiskussionen eingeleitet. Ab jetzt wird in den Betrieben über die Forderung intensiv diskutiert. Rund 215.000 Beschäftigte sind in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt von den Tarifrunden betroffen: 100.000 Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie und 115.000 Beschäftigte bei Volkswagen sowie der Financial Services.

Forderungsdiskussion eingeleitet: Große Tarifpolitische Konferenz der IG Metall in Hannover

Hartmut Meine, Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt

Die ökonomischen Voraussetzungen für die Tarifrunde seien gut, so Hartmut Meine, Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt und IG Metall-Verhandlungsführer. Selbst die der IG Metall nicht nahestehenden Experten der Nord/LB prognostizierten ein solides Wachstum von 2 Prozent. Die Arbeitgeber investierten in die Modernisierung ihrer Betriebe und Anlagen und auch der hohe Beschäftigungsgrad belege eine positive Entwicklung. Dennoch stimmte Meine die rund 250 Tarifkommissionsmitglieder, Vertrauensleute und Betriebsräte auf eine konfliktreiche Tarifrunde ein. "Wir gehen engagiert und selbstbewusst in die Tarifrunde. Unsere Betriebsräte, Vertrauensleute und die Belegschaften werden sich mit ganzer Kraft für ein gutes Tarifergebnis einsetzen."

 

Dies unterstrich auch der Erste Vorsitzende der IG Metall Jörg Hofmann. "Wir setzen weiter auf die Erhöhung der Reallöhne und faire Verteilung. Die Wirtschaft ist bundesweit auf einem stabilen Wachstumskurs. Wir haben deshalb ein zweites Ziel: Wir wollen, dass noch mehr Beschäftigte eine angemessene Entgelterhöhung erhalten - also die Wirksamkeit der Tarife durch eine höhere Tarifbindung erhöhen. Das ist vor allem auch eine Frage der Gerechtigkeit!"

Es zeichnet sich ab, dass es in den anstehenden Tarifrunden für die Metall- und Elektroindustrie, Volkswagen sowie Financial Services vor allem um mehr Geld für die Beschäftigten gehen wird. Zudem steht für die Beschäftigten von Volkswagen und der VW-Finanzsparte eine Verlängerung des Altersteilzeittarifvertrages an.

 

Hinweis:

Die Entgelttarifverträge für die Metall- und Elektroindustrie laufen zum 31. März aus, die Friedenspflicht endet in der Nacht zum 29. April 2016. Bei Volkswagen enden Entgelttarifvertrag und Friedenspflicht am 31. Mai 2016.

 

Am 28. Januar 2016 tagen bundesweit alle Tarifkommissionen. In diesem Zusammenhang werden die Meinungsbilder aus den Betrieben gebündelt und über eine Forderungsempfehlung beraten. Am 2. Februar veröffentlicht der IG Metall-Vorstand die Forderungsempfehlung, die dann in den Betrieben erneut diskutiert wird. Die regionalen Tarifkommissionen beschließen über die Forderung am 23. Februar, der IG Metall-Vorstand fasst den Forderungsbeschluss abschließend am 29. Februar 2016.

Mehr Information siehe Flugblatt: